Samstag, 4. Dezember 2010

MLP und Heidelberger Leben = systematischer Anlagebetrug?

MLP hat mir 1999 die Heidelberger Lebensversicherung verkauft. Statt mehrere Verträge bei mehreren Versicherern zu machen ging alles in eine Versicherung.
Seitdem stelle ich fest, dass das Geld meiner Lebensversicherung bei der Heidelberger Leben immer weniger wird. Folgerichtig stellte ich die Zahlung von Beiträgen ein. Was mich dann mal interessierte war wie viel ich ich eigentlich eingezahlt hatte und wie viel davon noch übrig geblieben ist.
Alle nun folgenden Schreiben an die Heidelberger Leben blieben unbeantwortet bis ich die Bundesaufsicht für Finanzen (BAFIN) um Unterstützung bat. Es dauerte jetzt ungefähr ein Jahr und so sieht die Antwort aus:

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Von meinen eingezahlten 50.572,41 EUR wurden überhaupt nur 31.852,03 EUR investiert die jetzt nach 11 Jahren noch 29.342,31 EUR Wert sind.

Mit anderen Worten haben sich MLP und Heidelberger Leben mal eben 20.000 EUR bzw. 40% in die eigene Tasche gesteckt und legen die Kundengelder gleichzeitig so an, dass Sie in einem Jahr bis zu 1/3 Ihres Wertes verlieren.

Das ist doch mal ein Lebensversicherer Ihres Vertrauens.

Meine Rendite von 11 Jahren ohne Inflation:

- 41%

Mit Inflation

~ - 60%


Update: Das Thema erreicht die FAZ:

"Analyse ernüchternd

Das Ergebnis ist ernüchternd: Die abgeschlossene Rentenversicherung hat hohe Anlaufkosten, rechnet sich erst vom 90. Lebensjahr an und ist nichts anderes als ein "trockener Sparvertrag", aber als Rentenversicherung uninteressant. Die fondsgebundene Lebensversicherung ist "heller Irrsinn". Abgesichert ist der Todesfall bis zum 100. Geburtstag, das heißt auch dann noch bekäme eine dafür bestimmte Person das Geld. "Das verursacht astronomische Kosten." Rund 15 Prozent, wie Mayer berechnet. 7500 Euro verschwänden im "Glaspalast der Versicherung", 2400 Euro davon habe Daniela schon gezahlt. Die Rürup-Rente hat "grausige Konditionen" und kommt erst mit dem 101. Lebensjahr "in die Nähe der Rentierlichkeit". Immerhin bekommt die daran gekoppelte Berufsunfähigkeitsversicherung gute Noten. Nicht aber die Riester-Rente. Auch die hat "irre Kosten"."

Wie gehen die Finanzberater vor?
Nun, die Berater von vielen Finanzvertrieben wie zum Beispiel MLP sind außerordentlich geschickt im Vertrieb. Außerdem werden hier speziell Hochschulabsolventen in der Prüfung oder kurz nach der Prüfung abgeholt, die weder die Lebenserfahrung noch aktuell das Wissen und die Zeit haben, sich mit diesen komplexen Verträgen auseinanderzusetzen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mein lieber Leidensgenosse,

ich kann deine Wut sehr gut nachvollziehen:
1. Ich habe 2004 eine HB Lebensversicherun von der MLP aufschwatzen lassen (schnell noch steuervorteil sichern). Mittlerweile sind 2500 euro eingezahlt, dass ding aber nur 410 euro wert. Ich hatte den betrag eine gewisse zeit reduziert, allerdings werden nun wieder 100 euro im monat faellg. Ich frage mich ob das Ding ein Fass ohne Boden ist und der Steuervorteil massgeblich von den Gebuehren gefressen wird. Soll ich die LV bis 2050 halten oder jetzt kuendigen???

elLoco hat gesagt…

Ich verstehe von der Materie zu wenig als das ich Dir Ratschlaege geben moechte.
Andere Frage: Gibt es jemandem der jemals eine positive Rendite mit MLP und Heidelberger Leben erwirtschaftet hat? Ich bin da ziemlich skeptisch, dass das ueberhaupt moeglich ist.

Anonym hat gesagt…

Noch was schoenes. Der Vericherungswert ist zwawr 480 euro (bei 2500 eingezahlten), der Rueckkaufwert allerdings nur 30 (!) Euro. Fraglich, ob dies nicht rechtswidrig ist (es gibt wohl ein paar BGH und BVG Urteile, die behandeln allerdings eher Versicherungen vor 2001). Meine Versicherung laeuft auf Grund der noch langen Laufzeit auf Portfolio V (das mit dem hoechsten Aktienanteil). Theoretisch macht das ueber einen langen Anlagezeitraum auch Sinn. Die Fonds scheinen allerdings nicht so toll zu performen ueber die letzten 5-10 Jahre. Es gibt wohl noch keine Erfahrungswerte fuer einen laengeren Zeitraum und die Zukunft vorrauschauen kann eh niemand. Scheint aber defintiv nicht die lukrativste Anlage zu sein, vom Steuervorteil bin ich auch nicht ueberzeugt. Ich muss noch einzahlen, bis der Rueckkaufwert auf 250 Euro steigt, dann werde ich die paar Groschen die angelegt sind einfach aussitzen lassen. Immer noch besser als alles zu verlieren und wer weiss, vll sind die ca. 1200 euro, die die versicherung dann wert ist wenn ich sie stillege, ja bei einer durchschnittsrendite von 3% p.a. dann 3100 euro wert. jedenfalls ist die versicherung fuer mich nichts, wo ich die dynamik einsaetze und die beitraege jedes jahr erhoehen werde. In summary: bevor leute alles verlieren, legt das ding still und setzt es aus...dann hat man wenigstens noch ein bisschen. Kann aber nur jeden von MLP / HL warnen! Das geht sogar soweit, dass ich gerade MLP verklage da mein MLP Berater sich geweigert hat meine Tranksationen durchzufuehren (ist jetzt ein anderes thema, hat nichts mit LV zu tun sondern mit einem anderen MLP Produkt, depot-aehnlich) und mich sogar beleidgt hat. So ein Laden...ich moechte gar nicht wissen wie viele Leute mit MLP schon auf die Schnauze geflogen sind. Vll. sollten wir uns alle vereinen und einen Blog starten um Faelle zu sammeln. Ich habe jedenfalls angefangen im Bekanntenkreis vor MLP dringlichst zu warnen. Die Leute haben bestimmt nicht das finanzielle Wohlergehen der Kunden im Sinn - mehr wohl die Provisionsgebuehren von denen die Berater leben. Ich wuerde mir sehr wuenschen, so viele Menschen wie moeglich aufzuklaeren.

Anonym hat gesagt…

Ich habe zwar keinerlei Erfahrungen mit der Heidelberger Lebensversicherung, jedoch wundere ich mich warum Sie einen Wertverlust von - 33 % (im Jahre 2008!) hervorheben, die Jahre in denen anscheind ca. + 20 % erreicht wurden jedoch nicht? Bei Abschluss waren Ihnen die Chancen & Risiken doch bewusst?

elLoco hat gesagt…

Glauben Sie ich hätte eine Versicherung abgeschlossen, wenn mir der MLP Berater gesagt hätte, dass Wertverluste von 33% möglich sind?
Glauben Sie ich hätte eine Versicherung abgeschlossen, wenn mir der MLP Berater gesagt hätte, dass die Kosten rund 20.000 EUR betragen?
Glauben Sie ich wollte als 23 Jähriger ohne Kinder oder Frau eine Todesfallversicherung?
Hinzu kommt, dass von den rund 30.000 EUR die man freundlicher Weise noch investiert hat, nach 11 Jahren noch rund 29.000 EUR übrig sind. Wo sehen sie hier Chancen?
Ich suche derzeit eine einzige Person, die mit dieser Versicherung jemals eine positive Rendite erwirtschaftet hat. Bisher erfolglos. Wo sehen Sie hier Chancen?

Kaspar Hauser hat gesagt…

Ich kann mich leider mit vollem Mitgefuehl anschliessen. Ich wurde ebenfalls dank MLP von Heidelberger Leben abgezockt. Ich habe Jahrelang versucht eine gruendliche Erleuterung uber den Kosten aus den beiden herauszupressen. Schliesslich bekam ich ein zum Teil Buchstaeblich identischen Brief zu lesen in dem HL gestand dass die gar nicht verpflichtet seien mir zu Erklaeren was fuer Kosten und in welcher Hoeche erhoben werden, und werden es auch nicht tun. Es wird allerdings um Verstaendnis gebeten.

Und nicht nur mit HL gegt es so. Andere von MLP verkaeufte
Rentenversicherungen benehmen sich ganz aehnlich.

Ein Rechstverfahren muesste man gegen diese Hochstaplern einleiten.
Anders geht nicht.

Hier noch was zum Thema:
http://www.capital.de/finanzen/versicherung/:Blockadehaltung--Wie-die-Versicherer-uns-unser-Recht-abkaufen/100029893.html?p=1

und noch das:
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:entlarvende-studie-gebrochene-versprechen-der-finanzberater/50146781.html

Kaspar Hauser hat gesagt…

noch ein Blog ueber HB Leben: http://www.robertmuench.de/blog/files/heidelberger_leben_basisrente.php

Anonym hat gesagt…

Ich arbeite selbst in der Finanzbranche und habe auch immer mal wieder mit diesen Themen zu tun. was ich jedoch niemals verstehen werde ist folgendes Szenario:

Der Kunde will etwas für die Altersvorsorge tun, er bespricht dies mit einem Makler/Berater und schließt einen langfristigen Altersvorsorgevertrag ab. Der Kunde erhält nun jährlich eine Wertmitteilung und legt diese (meist ungelesen) zu den Akten. Nach einigen Jahren (im schlimmsten Fall kurz vor Ende der Kostenphase (in dieser Phase werden die Abschlusskosten getilgt)) fängt der Kunde an zu rechnen und stellt fest das der Vertragsstand unterhalb der eingezahlten Beiträge liegt. In diesem Moment reagiert er sehr emotional und es wird die "Notbremse" (Kündigung) gezogen.

Ein Altersvorsorgevertrag ist langfristig berechnet und“ rechnet sich auch nur langfristig“, es ist kein Tagesgeldkonto, kein Banksparplan und kein Fondssparplan. (Natürlich gibt es Situationen in denen man zu den o.g. Handlungen also Kündigung gezwungen ist, hier soll es jedoch nur darum gehen das Kunden auf Grund solcher Berechnungen handeln).

Sollte euch jemals ein Berater zu einer Umdeckung eines langfristig bedienten Altersvorsorgevertrages raten, so gibt es nur eine richtige Antwort „Raus!“. Kein Berater der solch etwas rät, will euch gut beraten sondern denkt eher an seine Abschlussprovision, welche er natürlich bei einem Neuvertrag wieder erhält.

Zum Blogersteller sei jedoch gesagt das eine fondsgebundene Versicherung sicher nicht das richtige Produkt für Ihn ist, dieser Fehler ist jedoch eher beim Berater und nicht beim Versicherer zu suchen.

Anonym hat gesagt…

ich bin auch eine Kundin (seit 1997) gewesen, die bei der HL einige Tausend Euro für Kostenmanagement bezahlt habe und kann nur den Ratschlag geben - Verträge zu kündigen - Übrigens: es gibt auch die Möglichkeit die Kosten für die Vertragsauflösung zu minimieren. Sucht euch einen Rechtsexperten für Versicherungsangelegenheiten. Die Heidelberger ist für ihre sehr hohen Kosten und miserable Wertentwicklung bei fondsgebundenen Lebensversicherungen bekannt. Hier kann ich auf die Statistiken von Bafin verweisen. Die Anzahl der Beschwerden im Verhältnis zum Versicherungsbestand spricht für sich.

elLoco hat gesagt…

Meiner Meinung nach ist der Versicherer Heidelberger Leben alles andere als seriös.
Zu 1.) Erst nach Aufforderung über das Bafin lässt man sich zu einer Antwort herab. Der "bedauerliche Bearbeitungsfehler" ist bestensfalls als schlechter Witz, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber eine dreiste Lüge. Was die Kosten und die Performance angeht, so setzt man bei der Heidelberger Leben auf eine gezielte Verschleierungs- und Hinhaltetaktik, und wenn das nicht mehr funktioniert auf plumpe Kundenverarsche. Dafür spricht ebenfalls, dass Sie mit den Zahlen von vor 2004 nicht rausrücken. Ein Lebensversicherer der eine Fondsgebundene Lebensversicherung vertreibt und die Performance seines eigenen Produkt nicht kennt? Ich kenne mich in der Fondsbranche gut genug aus, um sagen zu können, dass man von einem derartigen Anbieter besser die Finger lassen sollte.

Anonym hat gesagt…

Fallensteller und Wegelagerer! Ich habe jetzt kurzerhand gekündigt. Ich will nicht schlechtem Geld noch gutes hinterher werfen! Zudem bei mir die Beträge eh nicht so hoch waren. Schnell raus aus der Scheiße!! Das ist die reine Abzocke und die MLP Berater machen sich die Taschen voll

Anonym hat gesagt…

MLP und Heidelberger Leben sind auch nach meiner Erfahrung schon lange keine seriösen Unternehmen mehr. Auch ich selbst und viele meiner Freunde und Kollegen haben hohe Anlageverluste durch Fehlberatung durch MLP-Finanzparasiten (s. www.finanzparasiten.de!)und die miserable Performance fondsgebundener Lebensversicherungsverträge von Heidelberger Leben erlebt. Und darin hat nicht nur die Finanzkrise Schuld. Die MLP-Altersvorsorge sieht nämlich so aus: Der Kunde steht nach Jahren vor drastischen Verlusten des eingesetzten Altersvorsorgekapitals, und der parasitäre Finanzberater betreibt mit seinen reichlichen Provisionen seine (!) Altersvorsorge. Mittlerweile habe ich alle langjährigen geschäftlichen Kontakte zu MLP beendet, denn den Beratern geht es nur noch um die Provisionen. Das Kundeninteresse ist sekundär geworden. Selbst der Vorstandsvorsitzende von MLP hat bei Bilanzpressekonferenzen mehrfach beklagt, dass MLP einen Mangel an qualifizierten Beratern hat. Dem kann ich aus eigener Erfahrung nur zustimmen! Also Finger weg von MLP und Heidelberger Leben!
Allerdings möchte ich diese hohen Verluste nicht einfach hinnehmen und habe mich entschieden, zumindest eine kleine Chance auf Teil-Rückerstattung der eingezahlten Beiträge zu wahren, indem ich die gekündigten HL-LV-Verträge an die Firma ProConcept AG in Halle(LV-Doktor) übergeben habe. Einige Klagen von ProConcept hatten bisher vor Gerichten Erfolg, und geschädigte Versicherte von LVs, darunter auch Heidelberger Leben-Kunden, haben je nach gewähltem ProConceptmodell zwischen 25 und 75% der zurückerstatteten Beiträge erhalten. Den Rest behält ProConcept für den Klageaufwand. Einen jahrelangen Prozess gegen HL hätte ich mir wegen des Kraftaufwands und des Kostenrisikos allein nicht zugetraut.

Anonym hat gesagt…

Gut, dass ich nicht alleine mit dieser Situation bin, schlecht, dass diese Situation überhaupt sein muss. Zu Heidelberger LV und MLP. Ich bin in den letzten vielen Jahren so schlecht beraten worden, habe dadurch auch zuviel Geld investiert und verloren kann auch nur noch davon abraten sich von MLP beraten zu lassen und sogennante unabhängige Verträge abzuschliessen.

GURUrabBIT hat gesagt…

Ich kann dies gut nachvollziehen. habe exakt das Gleiche durch.

22.400 Euro eingezahlt und 11.400 Euro bekommen. Obwohl meine Fondas eine Performance von 12 % im Durchschnitt hingelegt haben.

Jeden Monat das Gleiche .. Ich zahle 470 euro ein und bekomme ca. 250 gutgeschrieben.

Ich kann nur jeden von der Heidelberger Leben abraten. Verbrecher der übelsten Sorte.

Anonym hat gesagt…

tja, sehr bedauerlich - allerdings können wir hoffentlich alle lesen und (etwas) rechnen. Bei vertragsabschluss bekommt man eine darstellung des 'möglichen' verlaufs. Und wenn man da wenigstens einmal vor unterschrift reinschaut und etwas rechnet (einfache addition aller gezahlten jahres- oder monatsbeiträge) wird man leicht erkennen, ab wann die höhe des rückkaufswerts grösser als die summe der eingezahlten prämien+verzinsung ist. In meinem fall ist das nach ziemlich genau 15 jahre. Darüber hinaus bekommt man regelmäßig die aktuellen vertragswerte (mindestens) einmal jährlich mitgeteilt. Auch diese lassen sich mit den daten bei vertragsabschluss leicht vergleichen. Schwierig(-er) wirds bei dynamiken. Fazit: wer ein produkt nicht versteht, sollte fragen, fragen, fragen oder es einfach nicht kaufen. Sorry an alle jammerer hier, mein mitleid hält sich stark in grenzen. Tom, münchen ps. Ich bin selbst mlp kunde, vielleicht kritisch aber doch sehr zu frieden.

Anonym hat gesagt…

Als Kommentator vom 24.06.2011 möchte ich zum Kommentar vom 19.07.11 (Tom, München?), doch einige Anmerkungen machen. Ich erlebe diesen Kommentar als hämisch und besserwisserisch eines scheinbar in Geldanlagen erfahrenen Menschen, der durch MLP- und Heidelberger Leben Geschädigten vorhält, sie seien zu blöd, um zu rechnen und Fragen zu stellen.
Bei Abschluss meiner fondsgebundenen LVs habe ich Fragen gestellt, z. B. welche (bei mir durch fortgeschrittenes Lebensalter begrenzte) Laufzeit die LVs haben müssen, um eine Rendite zu erbringen. Selbstverständlich reiche (so der MLP-Berater) die von ihm vorgeschlagene Laufzeit (unter 15 Jahren!) aus! Und ich habe (unmittelbar nach dem Platzen der Internetblase) nach dem Verlustrisiko gefragt: Das sei durch die Streuung auf verschiedene Fonds sehr gering!
Und die Dynamisierung, die ich akzeptiert hatte, machte in der Tat die Projektion schwierig, was Tom immerhin einsieht. Außerdem wurde mir vom MLP-Berater nicht mitgeteilt, dass die MLP-LV, später in Heidelberger Leben umbenannt, die schlechteste aller deutschen Lebensversicherungen ist mit niedrigster Rendite und höchsten Kosten für ihre Kunden. Wahrscheinlich wusste er das selbst nicht.
Übrigens: Wenn ich aus Mangel an eigenem Wissen über Geldanlagen einen Finanzberater in Anspruch nehme und ihn entweder durch seine reichlichen Provisionen oder (bei einem freien Honorarberater)durch ein Honorar für seine Beratung bezahle, erwarte ich auch eine qualifizierte und mir möglichst Gewinn erbringene Beratung. Wenn ich sowieso schon bestens informiert bin (wie offenkundig Tom, München) brauche ich ja keinen Berater, sondern tätige meine Anlagen selbst.
Warum braucht der allwissende Tom dann überhaupt noch MLP? Oder gehört er, wie Kommentatoren von anderen gefakten Lobeshymnen über MLP in verschiedenen Internetforen evtl. selbst zu MLP oder ist Angehöriger eines MLP-Menschen?
Ich war über 30 Jahre MLP-Kunde und hatte lange das Empfinden, dass die Beratungen fair waren und tatsächlich meine Belange berücksichtigten. Gegen Ende der 1990er Jahre aber änderte sich der Beratungsstil von MLP-Beratern und wurde immer aggressiver mit dem Hauptziel Provision.
Und, lieber Tom, ich habe meinen Kommentar nicht geschrieben, um zu jammern und von Ihnen Mitleid zu erhalten. Ich möchte vielmehr Menschen vor MLP und Heidelberger Leben warnen und zugleich auf die in meinem Beitrag vom 24. Juni erwähnte (vielleicht nur geringe) Chance hinweisen, sich einen Teil der verlorenen Gelder über ProConcept und LV-Doktor zurückzuholen. Dafür bekomme ich aber kein Honorar von ProConcept!

elLoco hat gesagt…

Ja, das mit dem Fragen ist ein wenig zynisch.
Das ist als wenn man sich in einem Fachhandel als Laie ein PC kauft der dann überhaupt nicht das leistet was versprochen wurde.
Antwort des Verkäufers: Selber Schuld. Sie hätten ja fragen können, ob es bei Nvidea GForce X999 im Zusammenspiel mit den Intel Quad Core 57,PCI Express und HDMI zu Problemen kommt.
............
Um die richtigen Fragen zu stellen, benötigt man Wissen.
Aber wenn ich Experte in Finanzprodukten sein muß, wozu brauche ich dann den MLP Berater?

MLP ist meiner Meinung nach eine Drückerkolonne für Finanzprodukte, von denen in allererter Line der Emittent und MLP profitiert. So ist der Laden ja auch aufgebaut. Die MLP Berater sind alle (schein)selbständig und kriegen ganz klare Vorgaben was sie zu verkaufen haben.
Aus meiner Erfahrung ist das Wohl des Kunden so ziemlich das Letzte was die interessiert.

Doering hat gesagt…

Dr.D. aus Helse sagt:
ich bin ja nicht allein..bei mir schmolzen in 12 Jahren --aus einer fondsgeb. LV der MLP/Heidelberger Leben- insgesamt von mir eingezahlte Beträge von 240.000 € auf jetzt ausgezahlte 171.000 € zusammen..unter der Matratze lägen jetzt 70.000 € mehr !!Das sind veritable Betrügereien, die diese Gängster tätigen .
Einfach nur ein Trauerspiel dieser Gesellschaft, was Banker & Versicherer sich an ungestrafter Abzocke leisten können !

Anonym hat gesagt…

Ich selber habe mehrere Fondsgebundene LV Policen. Das Problem ist für mich nicht die Wertentwicklung der Geldanlage, denn mir ist das Risiko durchaus bewußt. Die HDL ist leider einfach Schweineteuer und ineffizient und noch schlimmer nicht transparent.
So liegt die Kostenquote bei gleicher Anlagesumme ca. doppelt so hoch wie vergleichbarer anderer Maklerversicherung. Wie es bei Neuverträgen nach 2004 aussieht weiß ich allerdings nicht. MLP bashing werde ich hier trotzdem nicht betreiten, denn mein Berater ist mit mir sehr transparent umgegangen bezüglich meiner Probleme mit der HDL. Er selbst vermittelt keine HDL mehr da er selber über die Leistung enttäuscht ist. Zum Glück habe ich schon damals nicht nur 1 Großen Vertrag gemacht, sondern 4 kleinere Verträge (3 Fonds LV + 1 Kap LV - Alle über MLP), später habe ich noch über die HUK einen Rürup Rente gemacht. Insgesamt kann ich sagen, dass alle Gesellschaften (Allianz, Nürnberger,Conti und HUK) bei den Kosten ziemlich ähnlich liegen. -
Nur die HDL ist deutlich schlechter. - Generell wäre ich für Honorarberatung im Bereich LV/RV und Verträge ohne Provisionen.
Hätte des diese 1999 schon gegeben, hätte ich diese Möglichkeit genutzt. Beim Thema Geldanlage mache ich dies seit 4 Jahren und bin 100 % Überzeugt, dass man so "ehrlicher" beraten wird. Ob besser wird die Zukunft zeigen.

Anonym hat gesagt…

Der allwissende Tom ist weder:
a) allwissend
b) MLP-Fake
c) in Beziehung zu einem MLP-Mensch

Ich kann und mag das "Gejammere" über verunglückte Investments einfach nicht mehr hören. Gehts gut, ist man ein toller "Investsor" - gehts daneben waren es die anderen.

Aber ich danke für die Frage, warum ich MLP überhaupt benötige. In der Tat ist es so, dass ich MLP gar nicht brauche. Ich hab' es eher als Dienstleistung gesehen, für die man teuer bezahlt.

In meiner täglichen Arbeit bin ich immer wieder mit MLP-typischen Existenzgründungen in Berührung. Und hier gebe ich allen Recht, die an der Qualität der Beratung zweifeln, wenn auch heute noch sehr, sehr bevorzugt endfällige Finanzierungen mit LV als Tilgungsträger verkauft werden. Aber auch hier -bitte nicht zynisch verstehen- muss sich der MLP-Kunde fragen lassen, warum hat er das unterschrieben? Von irgendwelchen Schaubildern sollten sich erwachsene gut ausgebildete aus der Zielgruppe der Akademiker jedoch nicht täuschen lassen. Zum Thema Dynamik als abschließende Bemerkung: wer eine Dynamik von 10% (wohl MLP-Standart?)bei einer LV abschließt, dem ist nicht zu helfen. Das da aus 100 EUR p.M. im 30. Jahr ca. 1.745,00 EUR p.M. werden kann sich jeder leicht selbst ausrechnen. Und das der Erhöhung des Beitrags um 10% keine 10% ige Erhöhung der Rückkaufswerte resultiert, kann man aus den Mitteilungen der Versicherung erkennen. Nur zur Vollständigkeit: Wenn Kunden abgezockt werden, ist das ein Skandal. Aber kann man es von Erwachsenen Menschen nicht verlangen, aufmerksam zu sein?
(Für alle Interssierten: Dynamiken machen für den Verkäufer durchaus Sinn: Bei jeder Dynamik werden wieder Provisionen fällig).

Anfänger hat gesagt…

Darf ich als Laie (und leider? auch MLP-Kunde) mal was naives fragen:

DIe einzige Erklärung, wie das alles evtl. doch Sinn machen KÖNNTE(!) ist doch folgendes (und ich bitte um offene Kritik, wenn ich mich Irren sollte!):

Selbst wenn man in den ersten Jahren z.B. 20 TE einbezahlt hat und nur 10TE angelegt wurden (nach eben enormen Gebühren) dann hat man doch auch einiges an Steuern (bei Spitzensteuersatz) doch auch 20TE mal 45% zurückbekommen... oder irre ich mich da jetzt total? habe ich mich als Idiot geoutet? - ich bitte um Hilfe und Kritik.
Das wäre doch die einzige "Chance" wie ein solch schlecht performendes Finanzprodukt irgendwie "konkurrenzfähig werden könnte"... oder ?

Anonym hat gesagt…

hallo lieber anfänger (laie)...sie irren...zunächst sollte man nie ein produkt nur wegen der steuer wählen, aus schlechten produkten werden nicht durch die steuer gute...

Angenommen, ihre versicherungsbeiträge wären steuerlich absetzbar, dann hätten sie diesen vorteil bei allen anderen anbietern ja auch.

Ob die beiträge tatsächlich steuerlich dem grunde nach absetzbar sind und ggfs in welcher höhe, hängt einmal davon ab, wofür die beiträge bezahlt wurden (renten, leben, bu etc.) und natürlich ist ihre persönliche situation entscheidend. (evtl schöpfen sie schon die max absetzbaren beträge aus).

An dieser stelle nochmals dank an die fragstellerin, wofür ich mlp eigentlich benötige...letzte woche habe ich alle fonds-lv aufgelöst und ich fühle mich ganz gut...in zukunft werde ich alles selbst in die hand nehmen..tom

Anonym hat gesagt…

Bravo Tomm! Endlich zur Einsicht gekommen. Und auch schon die gekündigten fondsgebundenen LVs an ProConcept/ LV-Doktor übergeben, um mehr Rückkaufswert zu erhalten?
Übrigens: Die Fragestellerin war ein Fragesteller, nämlich ich, Johannes, Heidelberg.

Anonym hat gesagt…

Danke für die Vorlage - habe ein volles Infopaket bei der Heidelberger angefragt um das mal gegen zu prüfen. Das Gefühl eine sauschlechte Wahl getroffen zu haben, hatte ich seit 2 Jahresabrechnungen. Ich bin gespannt wieviel meiner Beiträge investiert wurden. Wenn die Quote klein ist, lass ich den Müll ruhen und schließe sofort was anderes ab - dann aber als informierter Kunde!

Anonym hat gesagt…

Hallo allesamt, ich habe nach meinem Studium 2004 ebenfalls vier Verträge bei der Heidleberger abgeschlossen. Diese sind bereits seid eineihalb Jahren beitragsfrei gestellt, da ich zum Einen nicht mehr an die positive Weiterentwicklung glaube und mit meinem Geld besseres anfangen kann als es Monat für Monat aus dem Fenster zu schmeißen. (- Wenn ich Geld los werden möchte spende ich lieber für einen sozialen Zweck und fühl mich dabei wenigstens beser)

Alles in allem habe ich in der Zeit über 20.000,-€ diesem Verein in den Rachen gesteckt und würdwüe vermutlich gerade mal so 6.000,-€ raus bekommen wenn ich sie kündigen würde.

Ich würde diesen Verein am liebsten verklagen und richtig groß an die Öffentlichkeit bringen. Gibt es hier im Forum jemand der bereits den Rechtsstreit beschritten hat?

Welche Erfahrungen gibt es mit Pro Concept und LV Doktor?

Anonym hat gesagt…

Kommentar von 8. August 2011 05:56:

Sie sind von Ihrem Beratern nicht enttäuscht? Ich kann Ihnen nur sagen, dass eine Rürup-Rente (aktuelle MLP-Betrugsmasche)überhaupt keinen Sinn ergibt. Die steuerliche Förderung ist gleich null, da durch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in 95 % der Fälle kein Spielraum für zusätzliche Steuerersparnis da ist.

MLP sind sehr schlechte Berater.

Anonym hat gesagt…

Dass immer wieder Stundenten auf die Verkaufsmasche reinfallen, kapiere ich nicht, da man ja einen IQ höher 80 annehmen kann.

DeNiro hat gesagt…

Hier noch ein MLP-HL-Abgezockter. Fondsgebundene LV bei der HL '99 abgeschlossen. Irgendwann habe ich gemerkt, daß das eingezahlte Geld "schmilzt". Dann die Gebühreninformation angefordert. Schock! Beschwerde bei MLP, Bafin, Verbraucherzentrale. Alles nicht gebracht. Vertrag sofort beitragsfrei gestellt. Jetzt gekündigt. Aus 10.000 eingezahlten € habe ich gerade mal 7000 zurückbekommen. Abzockerbande. Ich hoffe, daß der Saftladen bald pleite geht. Jetzt traue ich keinem Finanzberater mehr, egal ob AWD oder xyz. Mein Finanzberater heisst "Finanztest". Ich war damals ganz schön leichtgläubig. Bin trotzdem stolz auf mich, daß ich standhaft geblieben bin und nur 1 LV abgeschlossen habe und keine Rürup, keine PKV, keine BUV usw. Mensch was wollte mir der Typ alles aufschwatzen. Drückerkolonne ist zu 100% der richtige Begriff.

Anonym hat gesagt…

Also die Frage "wie kann man denn als halbwegs denkender Mensch so was abschließen", ist etwas für Leute, die in der Vergangenheit leben. Man hat es mit Verkäufern zu tun. Verluste und Risiken gibt es nicht. Schlachtwort sparen, sparen, ansparen. Man möchste anpsaren, man hat keine Ahnung davon und möchte das outsourcen. Der angebliche Berater macht aufs erste einen vertrauenswürdigen Eindruck. Blablabla
Aber warum merkt man nach der ersten Ansparungsaufstellung nicht, dass man betrogen wurde?
Ich habe alle Unterlagen in meinem Ordner durchsucht und musste feststellen, dass ich für die ersten beiden Jahre gar keine Aufstellung bekommen habe. Und das wohl, weil ich sonst wegen horrenter Anschlussgebühren mit dem Depot im Minus war.
Da fängt die Verschleierung an.

Die "wie kann man nur" fragenden Leute hier sollen sich im Supermarkt bitte nicht beschweren, wenn Sie Pferdelasange kaufen. Dass man beschissen wird, kommt vor. Es gibt einfach professionelle Ausnehmer. Das ist ärgerlich genug. Fast schlimmer sind aber die Leute die einen dann noch fragen "wie konntest Du nur".

Anonym hat gesagt…

Als Versicherungsmakler kann ich die Enttäuschungen und Kommentar sehr gut verstehen. Dennoch sollt man hier nicht die "Sau durchs Dorf jagen" und alle meine Kollegen über einen kamm scheren. Tatsach ist jedoch: Es gibt leider überall schwarze Schafe.
Tatsache ist jedoch auch, daß man sich gerne blenden läßt. Wenn man als Berater bescheiden auftritt - Hand aufs Herz, wem vertrauen sie mehr: Dem eloquenten Sonnyboy, der im Jahr 2x eine Insentive Reise gewinnt und mit seinem schmucken SUV vorfährt, oder dem bescheidenen Berater der mit nem "popeligen" Kleinwagen/Mittelklasse vorfährt!? "8% Rendite mindestens!" Oder "Ich würde mal mit 3% rechnen!" Was will der Kunde lieber hören!?
Die Magie der Nullen würde mein Professor sagen.
Nicht täuschen lassen und sich den rat eines unabhängigen Maklers holen bzw. vergleichen. Aber aufgepaßt, Finanztest, Ökotest,... oder wie die Tester alle heißen sind auch nur Menschen - und wissen oft keine Alternativen.
Da fällt mir sponatan ein selbsternannter Versicherungsexperte und Verbraucherschützer ein der sagte auf die Frage zu einer Riesterrente: "Alles kündigen und wenn der Mann (20 Jahre) bauen möchte eine Wohnriester!!!!" Nun denn, da hauts mir einfach den Boden weg.
Oder zum Thema BU - "Abwarten, es kommen in 6 Monaten neue Tarife raus!" Pech ist nur wenn ich in 4 Monaten berufsunfähig oder krank werde,....."
Fakt ist, es ist zum einen alles Vertrauenssache, zum anderen - die Provisionen fließen zum größten teil an die Gesellschaften - wer hat denn nicht Allianz Aktien und freut sich über die hohe Dividende!? Woher kommt die wohl!??
Meine Kollegen und ich machen unseren Job so gut es geht und versuchen unseren kunden zu helfen - der Ruf ist gleich ruiniert. Daher sollte alles klappen. Leider sind auch uns die Hände gebunden - und zaubern können wir auch nicht. Dazu noch der "Volkssport" Versicherungsbetrug!?
Jetzt auf den Beratern rum zu reiten - ich weiß nicht, aber würde einer von Euch die Werkstatt seines Vertrauens beleidigen, wenn das Auto kaputt geht? Oder legen sie ihren Verdienst offen, wie es von uns verlangt wird - und dann noch die Frage nach Provisionsabgabe!?
Daher bin ich eh schon lange der Meinung einer "Honorarberatung" analog einer Gebührenordnung für Ärzte, Rechtsanwälte oder Architekten. Ich hätte kein Problem damit und es würde evtl. noch besser beraten werden - nur dann hätten die Gesellschaften kein Druckmittel mehr!

Anonym hat gesagt…

Ich bin Honorarberaterin und helfe seit Jahren MLP Geschädigten. Hier geht es um Schadensbegrenzung und um ein Loskommen von dem engen Korsett der langfristigen Verträge mit wahnsinnig hohen Kosten.

Beratung statt Produktverkauf!

Info@honorarberatungskontor.de

Reinodo hat gesagt…

Ich habe die HB-Leben im Jahr 2000 abgeschlossen, nachdem mir der MLP-Berater u.a. sagte, dass er genau diese mit hohen monatlichen Sparsummen für sich selbst abgeschlossen habe.
Auf Rat der Verbrauerzentrale Hamburg gekündigt 2009, Gesamtverlust ca. 10000 Euro.

Reinodo hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anonym hat gesagt…

Achtung: Habe gerade Proconcept AG gegoogled und bin auf folgenden Beitrag gestoßen:

http://www.test.de/Lebensversicherung-Langes-Warten-auf-Geld-von-Proconcept-4489432-0/

Anonym hat gesagt…

Danke für die Seite, falls jemand klagen will so sind wir dabei! MLP ist eine Geldvernichtungsmaschiene! Ich hasse sie Daniel Brandner der sich als top Berater schimpft! Wegen ihm haben wir schon ca 30000€ verloren! Rechnet bitte eure Verträge nach, lest die anfallenden kosten, da ist alles verarsche! Ich müsste 115 Jahre werden das sich Z.b die Riester zurückzahlen würde! Die LV kündigen wir gerade, zum heulen...die Basisrente...AAAAAAAaaaaaaa!

elLoco hat gesagt…

Meiner Meinung nach sind die MLP Berater die einzigen, die von den Anlagen profitieren. Ich kann daher auch nur jedem raten, diesen Geldvernichtern kein Geld anzuvertrauen.

Anonym hat gesagt…

Ich möchte nach den vorangegangenen Texten auch noch etwas dazu beisteuern.
Ich bin seit vielen Jahren Finanzberaterin der Vebraucherzentrale und Honorarberaterin für Finanzen. In den vielen Jahren sind so viele Verbraucher in die Beratung gekommen mit der Problematik, dass das Geld, was in die hochgelobten fondsgebundenen Versicherungen eingezahlt wurde, auch nach vielen Jahren keinen Mehrwert brachte oder sogar weniger wert ist.
Mir liegen immer wieder die gleichen Produkte vor: fondsgebundene Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung oder eine fondsgebundene Riesterrente und eventuell eine fondsgebundene Rürup-Rente mit BU-Schutz.
Der Verbraucher begibt sich in eine totale Abhängigkeit. Er ist unflexibel und steckt seine Altersvorsorge in Langzeitverträge mit hohen Dynamisierungen, die der Verbraucher nach Jahren nicht mehr zahlen will/kann.
" Mehr Chancen, mehr Vermögen im Alter, mehr Flexibilität und mehr Komfort: All das soll eine fondsgebundene Rentenversicherung bieten. In der Praxis ist es ein geniales Produkt: Genial allerdings nur für die Gesellschaft, die durch eine einzigartige Konstruktion Kosten produzieren und Provisionen einstreichen. Der Kunde zahlt viel, oft bis zu 40 Prozent und er trägt obendrein das Risiko. Im Extremfall das Risiko des Totalverlustes. Oft bleiben also nur 60 bis 80 Prozent der Beiträge für die Anlage übrig. In Extremfällen sogar weniger als 50 Prozent.
Eine fondsgebundene Versicherung taugt eigentlich für Niemanden !!!
In meiner Praxis kommen die Verbraucher mit hohen Verlusten, wo es nur noch darum geht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Hier muss geschaut werde, wie man am besten sein Geld sichert.
Für die Altersvorsorge ist eine Rentenversicherung keine Wahl, auch nicht für Riester. Es gibt Möglichkeiten, ohne und mit geringen Kosten, eine gute Altersvorsorge, je nach Risikoneigung zu betreiben. Nur eben nicht mit Versicherungen. Besonders bei der Riester Rente stellen wir immer wieder mit Schrecken fest, wie hoch die jährlichen Kosten sind. Bei den fondsgebundenen Riester Rentenversicherungen zahlt der Verbraucher oft bis zu 750 Euro jährlich an Kosten!!!
Man erhält vom Staat eine Grundzulage von 154 Euro. Somit ist diese Zulage natürlich aufgefressen und der Kunde hat nicht von den Zulagen profitieren können. Auch bei Riester gibt es zwei Produkte, bei denen die Kosten sehr gering sind. Mir geht es in der Beratung immer um den Mehrwert für den Verbraucher. Er soll in ein Produkt einzahlen, wenn möglich ohne Kosten, damit das eingezahlte Geld in voller Höhe arbeiten kann.
Komisch, dass eine fondsgebundene Versicherung nach 10 Jahren kaum einen Ertrag gebracht hat, wo doch ein sehr guter Aktien-oder Indexfonds ohne Ausgabeaufschlag bis zu 100 Prozent an der Börse in der gleichen Laufzeit erwirtschaftet hat. Die Kosten killen die Rendite. Auch die angebotenen Garantien in solch einer fondsgebundenen Versicherung sind oft ohne Sinn und Verstand.
Bei den fondsgebundenen Versicherungen ist der Kostenproduktion praktische keine Grenze gesetzt. Es ist also ganz wichtig, sich mit seinen bestehenden Produkten zu beschäftigen und sich wirklich unabhängig Rat zu holen. Das geht nur, wenn der Berater keine Produkte verkauft, sondern gegen eine Honoarar berät.
Beratung statt Produktverkauf!
www.honorarberatungskontor.de, info@honorarberatungskontor.de