Samstag, 30. August 2008

Erfahrungen mit der Deutschen Klinik für Diagnostik und der Aukammklinik

Ich wollte meine Ferien nutzen um etwas für meine Gesundheit zu tun und meinte, dass ich bei der Deutsche Klinik für Diagnostik an der richtigen Adresse sei . Ich dachte in einem "Gesundheitszentrum mit qualifizierter personeller sowie modernster medizintechnischer Ausstattung und fortschrittlichen Untersuchungsmethoden" etc. und des Guten mehr- nachzulesen auf http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/dkd/deu/index.html - ist man an der richtigen Adresse.

Offiziell haben wir ja in Deutschland keine 2. Klassenmedizin, aber trotzdem bitte ich beim Lesen zu berücksichtigen , dass ich Privatpatientin bin.

Besonders folgende Punkte fand ich beeindruckend:

1."DKD - Haus der interdisziplinären Zusammenarbeit und der kurzen Wege" Wir stehen für
gebündelte ärztliche Expertise unter einem Dach
2.optimierte Ablauforganisation
3.hohe diagnostische und therapeutische Erfolgsraten bei komplexen und komplizierten medizinischen Problemen.




Soviel zur Werbung, hier die Realität...

zu 1:

Es gibt keine Orthopädie. Dazu muss man in die Aukamm-Klinik , obwohl mir am Anfang gesagt wurde , die kämen 3x in der Woche ins Haus ( das stimmt wohl auch , aber viele Untersuchungen können nicht in der DKD vorgenommen werden!)


zu 2:

Je nach Sekretärin ist hier zumindest ein Bemühen zu erkennen . Längere Wartezeiten hat man trotzdem.

Ein Termin beim Dermatologen war trotz akuter Beschwerden erst nach Wochen und nur vormittags möglich!

zu 3:

beim Ultraschall wurde Organe als "normal anteflektiert" diagnostiziert, die bei mir gar nicht mehr vorhanden sind!! Dabei hatte ich dies hatte ich im Anmeldebogen auch so angebeben. Dummerweise kann ich lesen und habe mal während der Warterei in meine Akte geschaut.

Folge - eine lahme Entschuldigung und die Untersuchung musste wiederholt werden.


Befunde von Untersuchungen , die schon vorher außerhalb der Klinik erstellt wurden, wurden nicht vor meinem Besuch, sondern erst auf meinen Hinweis gelesen und dann mit Schrecken erkannt , dass man hier vielleicht doch noch mal näher untersuchen müsse.

Folge- eine neuer Termin Wochen später.



Blutuntersuchungen mussten wieder- oder nachgeholt werden , weil Werte fehlten.



In der Dermatologie führt ich ein sehr einvernehmliches Gespräch über quo vadis Deutschland. Dass die Untersuchung dann aber darin bestand , dass man mir 1 Minute eine überdimensionierte Lupe über das Gesicht hielt, um dann Schuppenflechte zu diagnostizieren, eine erneute zusätzliche Blutuntersuchung zu fordern ohne die entsprechenden Unterlagen auszufüllen, fand ich nicht vertrauenweckend.
Leicht erschüttert hat mich aber der Rat des Doktors Stress abzubauen und "mal öfter zu vögeln".
Immerhin scheint die Salbe, die er mir verschrieb, wirklich zu helfen.


Meine Beschwerden in der Hand hat sich verschlechtert.
Auf meine nachdrückliche Forderung , bequemte sich mein Arzt, den man mir als " Koordinator" zugeteilt hatte, einen Blick darauf zu werfen und kam zu dem Schluss - "akuter Gichtanfall" und schrieb ein entsprechendes Medikament auf - meine Einwände , dass weder das Röntgenbild (das er noch selbst anfertigen ließ), laut seiner eigenen Aussage, noch die Blutuntersuchungen , die ich mir ( nicht er!!) selber angeschaut hatte, dafür sprächen und dass ich das Gefühl habe, es sei was mir meiner Sehne, wurden ignoriert.

Folge - Von dem Medikament wurde mir sehr übel, die Beschwerden blieben bestehen.


Der gute Doktor in der Aukammklinik war auch nach 5 Telefonaten nicht zu erreichen. Erst als ich die Klinikleitung informierte, erfolgte ein Rückruf.( Ich war vorher immer in einem Call Center gelandet , das meine Nachrichten nicht weitergab!!)

Ich bekam umgehend einen Termin .


Eine Kollegin hatte in der Zwischenzeit gemeint , ich hätte ein "Schnappgelenk" .
Dies erzählte ich dem Doc. Wie glauben Sie, war seine Diagnose? Richtig, die Kollegin hatte hervorragende orthopädische Kenntnisse - sie ist übrigens Lehrerin.

Fazit - kein akuter Gichtanfall !- falsches Medikament!

An dieser Stelle fuhr ich umgehend in die DKD , ging zu Geschäftsleitung und veranlasste , dass meine Unterlagen an meinen Hausarzt geschickt werden.

Ich hätte etliche Fahrten zu je 100 km + Parkgebühren gespart, wenn ich irgendwo im Netz gelesen hätte, wie es in DKD und der Aukammklinik ( die übrigens weit und breit nur über etwa 6 Parkplätze !!!verfügt) zugeht.
Meine Unterlagen sind noch nicht bei meinem Hausarzt eingetroffen. Vielleicht muss ich diesen Bericht ja noch ergänzen.

DKD heißt seitdem für mich

D eutsches K ompetenzloses D urcheinander

Für Tipps was gute Ärzte im Raum Koblenz , Wiesbaden , Mainz , Limburg betrifft, wäre ich dankbar.

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