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Samstag, 28. November 2020

Der Großvater droht seinem Enkel mit Klage

Mittlerweile droht der Träger des Bundesverdienstkreuz und Ehrenbürger von H. seinem Enkel mit Klage. Dabei waren wir die einzigen aus seiner direkten Familie, die in den letzten Jahren überhaupt noch regelmäßigen Kontakt zu ihm hatten und die noch zu seinem 100. Geburtstag und zur Beerdigung meiner Oma erschienen sind.

Meine Großeltern hatten immer sehr viele Freunde und Familie, die sie auf ihrem Weg begleitet haben. Aber nur rund 6 Monate nachdem meine Oma gestorben ist, ist mein Großvater nahezu vollständig isoliert. Langjährige Freunde haben keinen Zugang mehr zu ihm oder haben den Kontakt bereits abgebrochen. Zu seiner gesamten Familie will er ebenfalls den Kontakt abbrechen und bedroht inzwischen die Familie seiner Urekel mit Klagen, ohne mit uns vorher auch nur ein Wort in der Sache gesprochen zu haben.  

Das ist nicht mehr mein Opa, den wir 100. Jahre kannten. Heute gibt es praktisch nur noch eine einzige Person, die Zugang zu ihm hat. Und das ist gleichzeitig die einzige Person, die unmittelbar von jedem Streit und somit auch von der Isolation meines Großvaters profitiert. 

Die Lügen der der Rechtsanwältin K.

Pikant in dem Zusammenhang: Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass seine Anwältin K. in Bezug auf das Erbe meiner Oma monatelang wiederholt vorsätzlich falsche Angaben machte, die den Erbteil der Tochter ihres Mandaten erheblich herabsetzen. So behauptete die Rechtsanwältin K noch im Oktober

"...die benannte Rentenversicherung 70744936780 explizit benannt wurde. Zum Todeszeitpunkt der Mutter Ihrer Mandantschaft belief sich die Summe noch auf 80.000,00 €"

Tatsächlich bestätigt die R&V Versicherung mehrfach, dass die Rechtsanwältin K persönlich die Versicherung bereits vor dem Tod meiner Oma ab Beginn widerrufen hatte. Das bedeutet, dass es rechtlich gesehen nie eine Versicherung gab. Die Versicherung schreibt dazu:

"Der Vertrag von Frau M. C. wurde auf schriftlichen Antrag ihrer Bevollmächtigten (Anmerkung: die Rechtsanwältin K.) am 12.05.2020 ab Beginn widerrufen. Es besteht kein rechtsgültiger Vertrag mehr für Frau C. Von dem vorhandenen Einmalbeitrag von 80.Q00,00 EUR wurden 20.000,00 EUR erstattet.....Der restliche Betrag von 60.000,00 EUR, auf den sich die von Ihnen angesprochene E-Mail bezieeht, ist noch in unserem Haus"


 
Schreiben der R&V Versicherung vom 18.11.2020

Da der Vertrag zum Todeszeitpunkt nicht mehr existierte hätte die Rechtsanwältin K das Geld bei der R&V Versicherung, wie jedes andere Guthaben auch, im Nachlassverzeichnis angeben müssen. 

Darüber hinaus schreibt die Rechtsanwältin K. : "Die Gründe der zeitlichen Verzögerung lagen darin, dass der Sohn Ihrer Mandantin, Herr T... M.... sich anwaltlich an die R + V Versicherung gewandt hatte, um die Gesamtsumme zur Auszahlung zu erhalten. Dies bedingte, dass die ganze Angelegenheit in die Rechtsabteilung der R + V übergeben wurde und veranlasste die Unterzeichnerin schließlich auch, einen Teilbetrag des Schmuckes zu veräußern, um das Girokonto des Alleinerben, meines Mandanten Herrn G. Z., nicht weiter überziehen zu müssen."

Ganz abgesehen davon, dass die Versicherung über die die Rechtsanwältin K hier fabuliert nach Angaben der Versicherung überhaupt nicht mehr existierte, ist in diesem Abschnitt tatsächlich jeder Satz gelogen. Denn weder hab ich je die Auszahlung der Versicherung gefordert noch stand ich unmittelbar vor oder nach dem Tod meiner Oma anwaltlich mit der Versicherung in Verbindung. Tatsächlich scheiterte die Auszahlung aufgrund einer falschen Kontoverbindung. Die Krönung ist, dass die Rechtsanwältin K. diese dreiste Lüge auch noch als Begründung benutzt um ihren Schmuckverkauf aus dem Nachlass meiner Oma zu rechtfertigen, bei dem  praktisch der gesamte Diamantschmuck meiner Oma verschwunden ist und dessen Erlös nicht auf dem Konto meiner Großeltern landete. 

Ebenfalls bemerkenswert: Trotz der ganzen Geschichten, die die Rechtsanwältin K bereits über die Versicherung meiner Oma erzählt hat, hat sie der Versicherung selbst 6 Monate nach dem Tod meiner Oma immer noch nicht mitgeteilt, wer tatsächlich erbberechtigt ist. Erst nachdem die Versicherung sowohl der Notarin als auch meinem Anwalt Auskunft erteilt hat, kommt das Geld im Dezember wieder zu meinem Opa zurück. Dabei war mein Opa der Überzeugung, das Geld wäre "angelegt". 



Dienstag, 29. September 2020

Die verschwundenen Diamanten

Die Rechtsanwältin K. aus der verkaufte beim Juwelier Schneider aus Gifhorn Wertschmuck aus dem Nachlass meiner verstorbenen Großmutter. Gemäß Quittung sollten dabei die Wertsteine ausgefasst werden, die mir anschließend von der Rechtsanwältin übergeben wurden. Problematisch dabei ist, dass sich die Steine aus dem angeblich verkauften Schmuck nicht mit den mir übergebenen Schmucksteinen in Deckung bringen lassen. Nach Prüfung bei mehreren Juwelieren stellte sich z.B. heraus, dass die durchsichtigen Schmucksteine allesamt wertlos sind, obwohl der von der Rechtsanwältin verkaufte Schmuck Diamanten enthielt. 

Auf telefonische Anfrage bestätigte der Junior Chef  Schneider zunächst den Ankauf von der Rechtsanwältin K. Allerdings stellte Herr Schneider in dem Zusammenhang fest, dass ihm die Rechtsanwältin K. offensichtlich persönlich bekannt ist und gab daraufhin keine weiteren Auskünfte mehr. Um die offenen Fragen zu klären, habe ich anschließend Herrn Schneider Junior in seinem Geschäft persönlich aufgesucht. Herr Schneider verweigerte jedoch selbst die Ansicht der Verkaufsunterlagen und verwies mich stattdessen an die Polizei. Dort habe ich inzwischen Strafanzeige erstattet.

Exemplarisch lässt sich der Vorgang anhand eines Ringes meiner Großmutter nachvollziehen. Der Ring mit 6 Saphiren und 2 Diamanten wurde nach Angaben der Anwältin verkauft. Auf dem Foto vor dem Verkauf ist der Ring mit einem roten Kreis markiert. Darunter ist das Bild mit den ausgefassten Schmucksteinen, die mir von der Rechtsanwältin K. übergeben wurden. Dazu noch eine Großaufnahme der Tütchen. 2 Dinge sind hierbei offensichtlich, wurden mir aber auch von mehreren Juwelieren bestätigt. Zum einen sind die blauen Steinchen in dem einen Tütchen zu klein um in den Ring zu passen. Zum anderen sind die durchsichtigen Steinchen im 2. Tütchen eckig und nicht rund wie in dem Ring. Darüber hinaus sind alle durchsichtigen Steinchen in dem 2. Tütchen keine Diamanten.

Ich habe inzwischen auch einen Goldschmied gebeten mir anhand des Fotos ein Angebot für die Anfertigung einer Kopie des Ringes zu machen. Der kommt zu folgender Schätzung:

".... Die Maße sind berechnet für einen Ring in Weite 54.... Die Steine schlagen bei der Berechnung mit 690,- € zu Buche ( 6 blaue Saphire à 30,- €, 2 Brillanten à 0,15 ct / = 3,4 mm , je 255,- € )"

Allerdings sind die blauen Steine in dem Tütchen mit einem Durchmesser von ca. 1,5mm, nicht mal halb so groß, wie sie sein müssten um wie behauptet zu dem Ring zu passen. 

Die Bilder können durch klicken vergrößert werden.

Ring meiner Großmutter


Schmuck aus dem Verkauf (Ring von oben rot markiert)
Verkaufsbeleg für den Schmuck


Restschmuck mit ausgefassten Steinen in den Tütchen


Großaufnahme der Tütchen mit den ausgefassten Steine





Mittwoch, 13. Mai 2020

Die fragwürdigen Praktiken der Innoscripta GmbH

"innoscripta vernetzt universitäre Spitzenforschung und Mittelstand."

Das stimmt soweit.

Aber ganz nebenbei bekommt die Innoscripta auch 30% der gesamten Förderung als Honorar. Das beteiligte Unternehmen muss 20% und die Forschungseinrichtung 10% der Gesamtzuwendungen an Innoscripta abführen.

Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeiter für jeden Abschluss selbst eine ordentliche Provision bekommen. Die Mitarbeiter sind auf jedenfall demensprechend motiviert.  So wurde ich spontan in ein Meeting mit einem Professor eingeladen, obwohl ich mich anhand der Projektsizze bereits gegen das Projekt entschieden hatte. In dem Gespräch mit dem Professor schien es auch zu passen, doch was danach kam ist nur mit einem Wort zu beschreiben. Telefonterror. In 3 Tagen waren es weit über 10 Anrufe.


Ziel der Anrufe war mich spontan dazu zu bewegen, die "AGB" der Innoscripta unterschrieben zurück zu schicken. Innoscripta legt dabei Wert darauf, dass jede Seite schraffiert wird. Zurecht.

Konkret heißt es in den "AGB":

"Der Auftraggeber garantiert, keine etwaigen Fördermittel an innoscripta GmbH weiterzureichen, sondern das Beratungshonorar aus anderen, firmeneigenen Mitteln aufzubringen. Die Vertragsparteien vereinbaren darüber hinaus, dass das Beratungshonorar nicht in die Bemessungsgrundlage für die Zuschussberechnung einfließt."

Alleine dieser Passus ist äußerst fragwürdig, da sich das Honorar in der Beispielrechnung auf satte 62.500 EUR beläuft. Und dazu kommen nochmal 31.250 EUR der Forschungseinrichtung.

Die Innoscripta bekommt also fast 100.000 EUR Honorar für eine Projektvermittlung, die jedoch vollständig aus Eigenmitteln kommen müssen. Bisher dachte ich Immobilienmakler hätten den besten Stundensatz, aber es wird noch deutlich besser.

Obwohl die Innoscripta GmbH bis zur Bewilligung eines Forschungsprojekts zunächst das Risiko trägt, geht es danach voll auf die Beteiligten Forschungspartner über. Denn Forschungsmitteln werden nicht in einem Rutsch, sondern in Abhängigkeit von den gesetzten Zielen in Tranchen ausgezahlt. Das gilt aber nicht für die Innoscripta GmbH. Denn:

"Der Anspruch auf Bezahlung des Honorars für die Projektbegleitung entsteht in voller Höhe, sobald ein erster Zuwendungsbescheid an den Kunden oder den Forschungspartner bekannt gegeben worden ist. Maßgeblich für die Höhe des Honorars sind die in diesem Bescheid angegebene Zuwendungssumme sowie die beantragte Zuwendungssumme des Forschungsinstituts lt. Angaben im Mantelbogen. Dem Kunden wird folgendes Zahlungsziel eingeräumt:
• 1. Zahlungsziel: 50% des Honorars werden an dem im Bewilligungsbescheid genannten Termin für den ersten Zahlungsmittelabruf für den Kunden fällig.
• 2. und 3. Zahlungsziel: Die verbleibenden 50% des Honorars werden je zur Hälfte, das heißt jeweils 25 % des Gesamthonorars, 3 sowie 6 Monate nach dem im Bewilligungsbescheid genannten Termin für den ersten Zahlungsmittelabruf für den Kunden fällig.
• Verschiebt der Auftraggeber den Projektstart, so bleiben die ursprünglichen Zahlungsziele bestehen."


Obwohl man garantiert, dass das Honorar vollständig aus Eigenmitteln bezahlt wird,  ist die Fälligkeit des gesamten Honorars der Innoscripta abhängig vom ersten Zahlungsmittelabruf. Das klingt für mich nicht glaubwürdig.

Aber es wird noch besser.

Ein Projekt wird ja nicht zwangsläufig zu Ende geführt. Aber auch für diesen Fall ist bei Innoscripta alles easy.

"In den Fällen, in denen ein Projektfortschritt vom Kunden unterlassen wird bzw. das Projekt abgebrochen oder aus sonstigen Gründen von Seiten des Kunden eingestellt wird, bleibt der Honoraranspruch von innoscripta GmbH bestehen. Das gleiche gilt bei Abbruch des Projektes durch den Kooperationspartner des Kunden, es sei denn, dies liegt nachweislich nicht im Verschulden des Kunden."

D.h. es kann eine Situation eintreten, in der Innoscripta ein höheres Honorar bekommt als überhaupt an Mitteln ausgezahlt wurde und selbst wenn der Projektpartner aussteigt, muß man nachweisen, dass man den Ausstieg nicht verschuldet hat. Wie bitte?

Aber selbst dass ist noch nicht alles. Denn kommt es zu Verzögerungen kann es noch teuerer werden. Was das bedeutet, wenn man bereits vor dem Vertrag mehr als 8x in 25h angerufen wird, möchte ich mir nicht vorstellen.

"Sofern innoscripta GmbH nicht die Möglichkeit der Beantwortung von Rückfragen, Antragsergänzungen, Ablehnungen (Widerspruch) eingeräumt wird und wird hierdurch eine ordnungsgemäße Antragseinreichung oder Antragsbewilligung / Ergehen eines Zuwendungsbescheids erschwert oder verhindert wird, wird eine Vertragsstrafe von 5.000€ zugunsten von innoscripta GmbH fällig und die entstandenen Kosten von Innoscripta GmbH bezogen auf die Personal- und Reisekosten werden mit einem Satz von 200€/Stunde in Rechnung gestellt, maximal jedoch 15% der gesamten ursprünglich genehmigten oder zu beantragenden Technologietransfersumme, entsprechend der Höhe des Honorars für Projektbegleitung auf Seite 1 dieser Vereinbarung."

Aber was passiert bei Streitigkeiten? Auch in diesem (un)wahrscheinlichen Fall ist wieder alles easy bei Innoscripta. Man schließt den ordentlichen Rechtsweg zusammen mit dem AGB-Recht in Form von §305 bis einschließlich §310 BGB kurzerhand aus.

"§ 8 Schiedsgerichtsklausel / Anwendbares Recht / Ausschluss der §§ 305 – 310 BGB
Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit dieser Vereinbarung oder über ihre Gültigkeit ergeben, werden durch einen Einzelschiedsrichter nach der Schiedsgerichtsordnung der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges endgültig entschieden. Das Schiedsgericht kann auch über die Gültigkeit dieser Schiedsgerichtsvereinbarung bindend entscheiden. Schiedsort ist München. Die Verfahrenssprache ist Deutsch. Das in der Sache anwendbare Recht ist das Recht der der Bundesrepublik Deutschland, wobei die Anwendung der §§ 305 bis einschließlich 310 des Bürgerlichen Gesetzbuches (sogenanntes „AGB-Recht“) auf den vorliegenden Vertrag ausdrücklich ausgeschlossen ist. Den Vertragsparteien steht es frei, vorläufigen Rechtsschutz bei den ordentlichen Gerichten zu suchen, vorausgesetzt, die endgültige Entscheidung des Rechtsstreits erfolgt durch das zuständige Schiedsgericht."


Auf die vertraglichen Mängel hingewiesen, bekomme ich zu jedem meiner Punkte Antworten, die im klaren Widerspruch zu den "AGB" stehen. Dabei handelt es sich um den gleichen Mitarbeiter, der mir die "AGB" geschickt hat. Meiner Auffassung nach werde ich daher vorsätzlich falsch informiert um mich zur Unterschrift zu bewegen. So behauptet der Innoscripta Mitarbeiter per Email:

Ich: "Das Gesamthonorar für Innoscripta wird bereits mit der ersten Zahlungsbewilligung fällig."

Innoscripta: "Fällig wird das Honorar bei Eingang des Zuwendungsbescheids. Zahlbar (=Fälligkeit) ist das Honorar nach dem ersten Mittelabruf, nach dem zweiten und dritten Mittelabruf.


Ich: "D.h. wenn XXX nur 10-20% der Gesamtsumme mit der ersten Zahlung erhält muss ich damit 100% Innoscripta Forderung bezahlen." (Anmerkung: Auch falsch, da Innoscripta aus "Eigenmitteln" bezahlt werden muss.)

Innoscripta: "Nein, die Stückelung des Honorars ist 50/25/25%"

 
Ich: "Wenn jetzt im Projektverlauf z.B. die Uni-XYZ nach der ersten Zahlung aussteigt habe ich ggf. eine Forderung seitens Innoscripta die höher ist als der Gesamtertrag."

Innoscripta: "Nein siehe §4: .... Wenn Ihr Projektpartner abspringt sind sie aus der Verantwortung."

Fazit

Meiner Meinung nach handelt es sich bei der Innoscripta GmbH um eine Drückerkolonne, die sich an öffentlichen Mitteln bereichert und den Subventionsbetrug fördert. Was Innoscripta hier als "AGB" bezeichnet, ist faktisch eine Unterwerfungserklärung mit unkalkulierbaren Risiken für die Projektpartner. Meiner persönlichen Einschätzung nach ist der Vertrag wenn nicht rechts- zumindest sittenwidrig. Betroffenen rate ich daher gemeinsam mit ihrem Anwalt zu prüfen, ob tatsächlich ein Vertrag mit der Innoscripta GmbH zustande gekommen ist. Ist dies nicht der Fall, hat Innoscripta auch keinen Anspruch auf ihre ingesamt 30% Provision.

AGB der Innoscripta GmbH. Klicken für größere Darstellung.

AGB der Innscripta GmbH. Klicken für größere Darstellung



AGB der Innoscripta GmbH. Klicken für größere Darstellung.


AGB der Innoscripta GmbH. Klicken für größere Darstellung.

Mittwoch, 7. August 2019

Albtraum am fahren. Erfahrungsbericht BMW 518d


Nach nur 5 Jahren und 119.000 km ist der als Neuwagen gekaufte und scheckheft gepflegte BMW 518d ein wirtschaftlicher Totalschaden. Es ist eine unfassbare Geschichte, für die sich weder die BMW AG noch der BMW Vertragshändler verantwortlich fühlt.

Insgesamt waren folgende Teile defekt und wurden teilweise ausgetauscht:
  1.     2 x Kupplung
  2.     Getriebe
  3.     Krümmer
  4.     AGR-Kühler
  5.     Turbo
  6.     Rußpartikelfilter
  7.     Spurstange
  8.     Gelenkscheibe an der Kardanwelle
  9.     Anlasser
  10.     Start-Stop Batterie
  11.     Zweimassenschwungrad
  12.     Gummilagerung am Hinterachsgetriebe
  13.     Hinterachsgetriebe
  14.     Abdeckung der Feststellbremse
  15.     Griff für die Abdeckung des Seitenfachs hinten rechts im Kofferraum

Vorweg: der Wagen wurde scheckheft-gepflegt. Alle Reparaturen und Wartungen wurden bei dem gleichen BMW Vertragshändler durchgeführt, bei dem wir das Fahrzeug erworben haben. Der Händler wurde durch die Autobild zur besten Werkstatt 2019 gewählt, was wir allerdings nicht bestätigen können.

2014  Was gut anfängt endet schlecht. Was schlecht anfängt endet grauenvoll


Der Verkaufsberater konfiguriert das Fahrzeug in der falschen Farbe, was jedoch nur zufällig unmittelbar vor Unterschrift festgestellt wird und auf der gedruckten Bestellung noch handschriftlich korrigiert wird. Nach der Lieferung stellt sich heraus, dass weitere gewünschte Ausstattungsmerkmale fehlen, die nicht nachgerüstet werden können.



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08.02.2017 - 59195 km

Schon seit längerer Zeit rupft die Kupplung und irgendwann kann der erste Gang nur noch mit einem deutlichen Krachen eingelegt werden. Sowohl Getriebe als auch Kupplung sind defekt und obwohl der Wagen zu diesen Zeitpunkt noch über eine kostenpflichtige Anschluss Garantie verfügt, verweigert BMW die Übernahme der Kosten für die Kupplung mit der Begründung es handele sich um ein "Verschleißteil".

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13.11.2018 - 100.535 km

Obwohl wir in der Werkstatt bereits auf Probleme mit dem manchmal hängenden Anlasser hingewiesen haben, brennt der Anlasser an der Ampel aus und das Fahrzeug bleibt liegen. Zusätzlich ist die Start-Stopp Batterie defekt. Das Fahrzeug muss vom BMW Pannendienst in die Werkstatt geschleppt werden.


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Bemerkenswert ist folgender Kommentar auf der 2. Seite (s.o)

"Abgasanlage ist undicht, PDF Krümmer, Abgasgeruch
Gummilagerung Hinterachsgetriebe ausgeschlagen
Gelenkscheibe Kardanwelle rissig"

D.h. nachdem das Fahrzeug liegen geblieben ist, händigt uns die "beste Autowerkstatt 2019" ein Fahrzeug aus, bei dem Abgase in den Fahrerraum dringen. D.h. es besteht eine Gefahr für die Gesundheit und das Leben der Fahrzeuginsassen. Aufgrund der Kindersitze auf der Rückbank kann für die BMW Vertragswerkstatt gar kein Zweifel bestanden haben, dass auch Kleinkinder in dem Fahrzeug transportiert werden.



Und tatsächlich kommen erhebliche Mengen an Abgasen in den Fahrerraum. Meine Frau muss sich während der Fahrt mit Vergiftungserscheinungen übergeben. Trotz der Temperaturen Ende November ist eine Nutzung des Fahrzeugs nur bei offenen Fenstern möglich, denn es dauert geschlagene 2 Wochen bis wir einen Termin zur Instandsetzung der Auspuffanlage bekommen. Ein Ersatzfahrzeug wird nicht angeboten.

26.11.2018 - 101.535 km

Es werden Krümmer, Turbo sowie der Rußpartikelfilter ausgetauscht. Zusätzlich wird die Gelenkscheibe an der Kardanwelle, und die Gummilagerung am Hinterachsgetriebe ausgetauscht. Insgesamt dauert die Reparatur über 3.5 Wochen.


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12.03.2019 - 107.649 km

Nur 3 Monate später fällt das Fahrzeug bei der fälligen Hauptuntersuchung mit „gravierenden Mängeln“ durch. Die rechte Spurstange ist stark ausgeschlagen. Wir werden vom TÜV vor „längeren Fahrten“ gewarnt. Trotz der gravierenden Sicherheitsmängel bekommen wir erst 3 Wochen später am 03.04.2019 einen Termin zur Reparatur.

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03.04.2019 - 108.916 km

Ich weise bereits bei der Annahme des Fahrzeugs auf die erneuten Probleme bei der Kupplung hin, die bereits seit einiger Zeit wieder deutlich zu rupfen beginnt und teilweise starke Vibrationen am Antrieb verursacht. Die Spurstange und der AGR Kühler werden ausgetauscht und die Hauptuntersuchung diesmal erfolgreich ausgeführt.

Dauer der Reparatur: 1 Woche bis zum 10.04.2019

Wir erhalten trotz des Hinweises das Fahrzeug mit defekter (rupfender) Kupplung zurück.


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15.07.2019 - 119.000 km

Bei untertouriger Fahrt treten starke Geräusche und Vibrationen auf. Der BMW Pannendienst stellt eine defekte Schwungmasse fest. Die Diagnose wird anschließend von der BMW Vertragswerkstatt bestätigt. Darüber hinaus stellt die Werkstatt fest, dass das Hinterachsgetriebe ebenfalls Geräusche machte, die auf einen baldigen Ausfall hindeuten.

Das Fahrzeug ist somit ein wirtschaftlicher Totalschaden.

07.08.2019 BMW lehnt jegliche Unterstützung ab und schiebt die Verantwortung auf die BMW Vertragswerkstatt


Wir schreiben BMW und schildern den Sachverhalt an mit der Bitte um Unterstützung da  nach den ganzen Kosten für die Reparaturen jetzt auch noch ein Neufahrzeug angeschafft werden muss.

Die Antwort ist unfassbar.

"Sehr geehrter Herr Manthey, 
vielen Dank für das freundliche Gespräch vom 18. Juli 2019. Wir bedauern, dass es bei Ihrem BMW 518d Touring zu den genannten Beanstandungen gekommen ist. 
Umso mehr bedanken wir uns für Ihre offenen Worte und die Zeit, die Sie sich genommen haben, um uns Ihre Erfahrungen zu schildern. An unsere Automobile und deren Komponenten stellen wir, genau wie Sie, hohe Qualitätsansprüche. 
Dennoch können wir als Hersteller nicht ausschließen, dass im Laufe der Betriebszeit eines Automobils Beeinträchtigungen auftreten. 

Es ist uns aus der Ferne leider nicht möglich, weder den technischen Zustand noch die notwendigen Reparaturmaßnahmen zu beurteilen. Ihren Wunsch nach einer finanziellen Unterstützung haben wir gern geprüft. Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir eine weiterführende Entschädigung nicht anbieten können. 

Sehr geehrter Herr Manthey, wir sind uns bewusst, dass Sie sich eine anderslautende Antwort gewünscht hätten. 

Dennoch bitten wir um Ihr Verständnis. 
Mit freundlichen Grüßen im Auftrag der BMW Kundenbetreuung 
Stefanie Brunner 
Tel: +49-89-1250-16000 
Servicezeiten täglich 08:00 – 20:00 Uhr 
Fax: +49-89-1250-16002 
Mail: kundenbetreuung@bmw.de 
Web: http://www.bmw.de" 

Meine Antwort:

"Hallo,

das Fahrzeug steht bei Eurem Vertragshändler Autohaus BMW Karl und Co, Alte Mainzer Str. 121, 55129 Mainz . Sie haben daher alle Möglichkeiten und Dokumente, das Fahrzeug aus der Nähe zu betrachten und sämtliche Reparaturmaßnahmen zu beurteilen. 


Ich freue mich daher auf eine positive Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
Tobias Manthey
"


Eine Lebensdauer von mehr als 100.000km und 5 Jahre darf man von einem BWM nicht erwarten.


Am 09.08.2019 meldet sich BMW wieder:


"Sehr geehrter Herr Manthey,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 07. August 2019.
Dass Sie mit unserer Antwort vom 07. August 2019 und deren Inhalt nicht zufrieden sind, bedauern wir.
Wir verweisen auf unsere E-Mail, in welcher wir Ihnen bereits unseren Standpunkt dargelegt haben. Es haben sich zwischenzeitlich keine neuen Ansatzpunkte ergeben, die eine anderslautende Antwort zulassen. 

Wie wir Ihnen bereits mitgeteilt haben, besteht im Hinblick auf die vorliegende Betriebszeit von 5 Jahren und einer Laufleistung von 117.000 Kilometern keine Möglichkeit mehr für eine weiterführende Entschädigung.

Sehr geehrter Herr Manthey, wir sind uns bewusst, dass Sie sich eine anderslautende Antwort gewünscht hätten und bitten dennoch um Ihr Verständnis, dass der Sachverhalt keine andere Nachricht zulässt.


Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag der BMW Kundenbetreuung
Stefanie Brunner"

Montag, 23. Mai 2011

Abzocke bei Shaiya - einem kostenlosen Onlinerollenspiel im Selbstversuch

Die ganze Welt ist vernetzt und alles ist dadurch besser, schneller, schöner und toller oder so.

Das gleiche Phänomen hat natürlich auch vor der Entwicklung der Computerspiele nicht halt gemacht und gerade im Bereich MMORPG hat World of Warcraft doch Standards gesetzt und viele andere wollten natürlich von dem Kuchen etwas abhaben.

Mittlerwelle gibt es zwei Arten an Spielen. Die mit monatlichem Abo und "kostenlosen".

Für meinen ersten Versuch mit dem Genre entschied ich mich für eine "kostenlose" Variante, immerhin habe ich einen Job, Freunde und ein Privatleben und möchte nicht mein Leben in der virtuellen Welt verbringen, da kommt "kostenlos" doch sehr gelegen.

Auf Grund mehrere Anzeigen und Berichte wurde ich auf Shaiya aufmerksam, welches als beste kostenlose Online Rolenspiel proklamiert wurde.

Also mal schnell ein paar GB runtergeladen und angefangen. Wieso viele Spiele muss man sich hier für eine von 2 Seiten entscheiden und kann sich eine von 5 Charakterklassen aussuchen. Neben dem PVE steht hier auch das PVP, sprich die andere Seite vermöbeln im Vordergrund, aber dazu später mehr.

Interessant ist es, dass es verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Normal, hier geht’s nur bis Level 30 von 60 und verschiedene Skills stehen nicht zur Verfügung spielt eigentlich keiner. Hard, hier geht’s bis Level 60 und die Punkt die man pro Level-Up bekommt um sie auf seine Attribute zu verteilen sind mehr als bei "normal" und mehr Skills stehen auch zur Verfügung. Stirbt ein Spieler so kann es sein, das er Erfahrungspunkte verliert, es sei denn er kauft sich einen Schutz dagegen. Entweder für ein paar Millionen Ingame Gold oder aber gegen Aeria Points (AP), hierfür muss allerdings erst mal richtiges Cash aufgeladen werden.
Der höchste Schwierigkeitsgrad "Ultimativ" liefert noch mehr Punkte fürs Level-UP und unique Skills, hat allerdings den entscheidenden Nachteil das der Charakter gänzlich tot ist, sollte er ein Mal sterben. Dagegen gibs dann wiederum Runen, richtig :) gegen Mio Ingame Gold oder AP. Hier sollte man wissen, dass eine 30 Tage Rune ohne Promotionrabatt ca. 40-50 Euro kostet und schon wird das Spiel nicht mehr "kostenlos".
Spielt man allerdings nicht die Schwierigkeitsklasse ultimativ, kann man das Spiel auch gleich sein lassen, weil die Nachteile dann so gravierend sind, dass man nicht den Hauch einer Chance hat.

Das Thema Ausrüstung und Equipment ist eine weitere tragende Säule. Unterschiedliche Waffen und Rüstungen wollen gefunden / gekauft werden und verbessert werden. Zum Verbessern gibt es Lapis und Lapisas.
Lapis gibt es in unterschiedlichen Stufen 1-6 und treten in unterschiedlichen Häufigkeiten auf. Jede Stufe hat eine andere Wahrscheinlichkeit bei der Kopplung mit der Ausrüstung kaputt zu gehen oder nicht. Je höher die Stufe um so höher das Upgrade an z.B. Stärke, Geschicklichkeit etc, aber desto kleiner die Wahrscheinlichkeit das die Sockelung auch klappt. Aber dafür gibt es ja wieder Kopplungshämmer, welche die Wahrscheinlich auf dem Papier erhöhen. Allerdings kosten diese wiederum Gold oder AP. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeiten sind allerdings total intransparent und haben mit den angezeigten Wahrscheinlichkeiten mal so gar nichts gemein!

Die Endrüstungen und -waffen werden kann man nur durch das Erlegen bestimmter Bosse bekommen. Diese werden aber systematisch von der ersten große Gilde auf dem jedem Server abgefarmt und in der Regel für sich behalten. Ohne dieses Equipment ist ein fairer Konkurrenzkampf also nicht möglich. Der ein oder andere lässt sich dann doch dazu hinreißen höherer Geldbeträge springen zu lassen, um an diese virtuellen Güter ranzukommen. Dies ist eigentlich verboten, aber da gewisse Personen und Gilden in den Augen des Betreibers Aeria Games einen Sonderstatus genießen, wird das nur gelegentlich tatsächlich verfolgt.

Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten in dem Spiel erfolgreich zu sein.

1. Ich investiere meine ganze Zeit in das Spiel, schließe mich ein großen Gilde an und denke ich bin der König nur weil ich täglich bis zu 18h vor dem PC sitze, nachts aufstehe um auf Bosse zu warte und mein reales Leben total vernachlässige

2. Indem ich einen Haufen Geld in das beste "kostenlose" Onlinerollenspiel investiere

Anfangs war es für einen normalarbeiteten Spieler noch möglich mit vernünftigem Aufwand alles nötige Ingame zu erspielen. Da dies natürlich nicht Sinn der Sache aus der Perspektive der Betreiber des Spiels ist wurden dann die Daumenschrauben angelegt. Der Wechselkurs Echtgeld gegen Aeria Points wurde immer weiter verschlechtert (Dollarentwicklung und so :)). Promotions wurden zurückgefahren und ruck zuck hatte man binnen 3-4 Monaten Preissteigerungen von gut und gerne 400%. Das Ingamegold war quasi nichts mehr wert und damit wurde der Zwang entweder 18h pro Tag zu spielen oder eben Geld aufzuladen erhöht.

Für ein 30 Tages Rundumpaket müsste man ca. 60-70 € investieren, nur um den Charakter am Leben zu erhalten, da hat man noch nichts in die Verbesserungen gesteckt. Findige Pomotions so genannte Staffelkäufe gab es auch von Zeit zu Zeit. Je mehr man hier Ausgab umso mehr Sachen gab es umsonst. Zur vollständigen Teilnahme in der höchsten Stufe mussten eben mal gute 130 - 140 € umgesetzt werden.

An dem Punkt muss man sich mal vor Augen halten wer dieses Spiel überhaupt spielt bzw. zu was es geworden ist. Anfänglich hat es super Spaß gemacht und das gemeinsame entdecken stand im Vordergrund. Allerdings wurde vielen Gelegenheitsspielern mit funktionierendem Reallife schnell klar, dass das Spiel für sie nicht funktionieren kann, weil es entweder zu viel Zeit beansprucht oder zu viel Geld. Also verließ die gesunde, intelligente sich fehlerfrei artikulierende Mittelschicht nach und nach das Spiel, aber wer bleibt da noch übrig?

Zum Einen hätten wir da die debilen Freunde von der Hartz 4 Front (Großteil der Spielgemeinschaft). Hier ist es gar kein Problem pro Tag 18h zu sämtlichen Tag und Nachtzeiten in das Spiel zu stecken. Strom und Internet zahlt ja das Amt. Diese Menschen bietet sich hier auch eine hervorragende Möglichkeit der Realität zu entfliehen. In der virtuellen Welt können sie groß, mächtig und erfolgreich sein, wohingegen die Realität doch eher trostlos ist. Auch hier sind mir genügend Fälle untergekommen von Leuten die lieber 2 Wochen nichts Gescheites oder stellenweise gar nichts essen, nur um ein paar Euro in APs tauschen zu können.

Eine zweite weit verbreitete Zielgruppe sind tatsächlich Mütter. Hier sollte man meinen, dass diese eigentlich ausgelastet sind, aber Erziehung läuft hier ein bisschen anders. Wenn Mutter mal eben einen Boss erlegt, muss das kleine Kind mal warten. Da ganze auch ein bisschen dauern kann, konnte man im Team Speak die "Erziehungsmaßnahmen" munter mitbekommen. Hier werden die Kinder einfach sich selbst überlassen und ggf. angebrüllt. Verkehrte Welt könnte man meinen, aber auch hier fliehen die Mütter von einer trostlosen anmutenden Realität in der sie überfordert sind in eine virtuelle Scheinwelt.

Der dritte große Kreis sind „Langzeitstudenten“, allerdings studieren diese tatsächlich nur auf dem Papier, weil Studium und Dauerzocken so total doof miteinander zu vereinbaren sind und bevor ich mich in der Realität anstrenge, flüchte ich doch lieber in die virtuelle Welt, da kann man mit weniger Aufwand erfolgreich sein.

Eine kleiner Gruppe sind noch die Schüler. Eigentlich sollte das Spiel erst ab 16 sein, aber Aeria sieht hier großzügig drüber weg, da die Schüler auch mal gerne ihr Geburtstagsgeld oder Taschengeld ins Spiel stecken. Seitens Aeria ist man hier sehr "umsatzorientiert"

Unter dem Strich wird Shaiya domminiert von Menschen die in erster Linie aus ihrer trostlosen Realität flüchten und nicht unbedingt zur geistigen Elite des Landes gehören. Das merkt man auch sehr schnell bei den ständigen Pöbeleien die mitunter auf Grund der hohen Anzahl an Rechtsschreibfehlern schwer zu interpretieren sind. Man hat ja allgemein das Gefühl das die Menschen da draußen nicht intelligenter werden, aber was hier geballt auf einen niederprasselt macht manchmal sprachlos aber eigentlich immer aggressiv. Die Dummheit kennt hier definitiv keine Grenzen und wenn man nicht das Glück hat wenigstens 2-3 "normale" Menschen zu finden, kann man sich gleich die virtuelle Kugel geben, das hält kein durchschnittsintelligenter Mensch aus.....

Neben den nicht sonderlich rosigen Grundvoraussetzungen tut Aeria in Form seiner Mitarbeiter auch GMs genannt sein übriges um jeden aufkeimenden Spielspaß zu vernichten. Wie gesagt die Grundtendenz ist, entweder 18h pro Tag spielen oder jeden Monat 100 € oder mehr investieren um kompetitiv zu bleiben.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei allerdings die Gleichheit der Gleichen. Seitens Aeria findet eine immense Bevorteilung bestimmter Gilden und Personen statt. Ein schönes Beispiel ist das Thema Hacks. Durch Zusatzprogramme kann man sich hier gewisse Vorteile (größere Reichweite, schneller laufen, Berge hochrennen etc.) erstellen. Diese Hacks sind eigentlich verboten, werden jedoch bei bestimmten Personen geduldet, obwohl hier massenweise Videos und Beschwerden vorliegen. Sowas wird seitens der GMs gerne mal ignoriert. Im Gegenteil, versucht man bestimmte "bevorteilte" Spieler an den Pranger zu stellen, muss man mit den Konsequenzen seitens der GMs fürchten. Hier werden auch mal Informationen an die an den Pranger gestellten Spieler weitergeleitet wer sie angezeigt hat und schon hat man viele "Freunde" und findet sich mit 20-30 pöbelnden Neandertalern konfrontiert.
Ein anderes Beispiel ist die allgemeine Informationspolitik. Aeria ist natürlich daran interessiert das man nie fertig ist mit seinem Equipment. Deswegen gibt es in regelmäßigen Abständen immer wieder neuere und bessere Sachen die einen dazu zwingen wieder Geld zu investieren. Die Kenntnis darüber wann welche neuen Gegenstände neu erscheinen ist dabei elementar wichtig. Mit Verfügbarkeit der neuen Items verlieren die älteren natürlich massiv an Wert. Hier werden manche wenige Gilden die viel Umsatz bringen natürlich vorab informiert bevor es Neuigkeiten gibt. Gerüchteweise ist auch von massiven Rabatten bis hin zu Gratisitems für manche Gilden die Rede.
Aeria tut also alles damit das Spiel alles ist außer ausgeglichen zu sein. Spieler die das Spiel und die Geschäftsgebaren durchschauen werden versucht aus dem Spiel zu drängen. Schließlich will man keine Spieler die den anderen die Augen öffnen :)

Unter dem Strich muss man sagen, dass der Service (ok eigentlich dürfte man nicht einen Satz mit Shaiya, Aeria und Service bilden) total katastrophal ist. Manche Anfragen werden nie beantwortet. Manche brauchen mehrere Wochen, kompetente Antworten gibt es nie. Hilfe bekommt man eigentlich gar keine, wenn man nicht zur den bevorzugten Spielern gehört. Darüber hinaus zerstört Aeria unter anderem durch die massive Bevorteilung gewisser Spieler das komplette Spiel, aber auch die Umsatzgier. Ein schönes Beispiel hierfür sind die sogenannten Fraktionswechsel. Normalerweise kann ich meinen Charakter nicht auf die jeweils andere Seite transferieren, sondern müsste komplett von vorne anfangen. Da die beiden Seiten allerdings meist unausgeglichen sind was ihre Stärke angeht und damit jeglicher Spielspaß flöten geht, gibt es die Fraktionswechsel. Damit soll es dann einen Stärkeausgleich von der stärkeren Fraktion in die Schwächere geben. Allerdings haut Aeria immer so viele Fraktionswechsel (Preis ca. 50€) raus, dass das Verhältnis ständig von der einen auf die andere Seite kippt. Macht ja nichts, dann gibs halt ein paar Monate später wieder die Möglichkeit zurück zu wechseln, wiederum für 50€.

Ein ganz großes Thema ist auch die Zensur im spieleigenen Forum. Hier ist es Gang und Gebe das kritische Posts innerhalb kürzester Zeit einfach gelöscht werden und jeder Verweis darauf wird unter Androhung von Bannung des Charakters geahndet. Das Spiel ist ein total rechtsfreier Raum, dessen sollte man sich unbedingt bewusst sein!

Aeria geht sogar so weit das sie Straftaten decken. Thema ist hier das sogenannte hacken und ausschlachten von Accounts. Aeria wurde mehrmals darauf hingewiesen, das es Hacker erleichtert die Accounts zu knacken, wenn der Accountname unter Posts im Forum zu lesen ist. Habe ich den Accountnamen brauche ich nur noch das Passwort zu knacken. In anderen Spielen ist es so, dass der Accountname nicht im Forum veröffentlich wird, sondern dort noch mal ein eigener Name vergeben werden kann. Dies erschwert das Hacken natürlich massiv. Aeria ist den Aufforderungen diesen Missstand auszuräumen allerdings nie nachgekommen, also werden munter Accounts gehackt. Software zum Knacken der Passwörter gibt es ja zu Hauf. Macht man Aeria nun auf das Hacken des Accounts aufmerksam und liefert so gar hilfreiche Tipps welche die Ergreifung des Täters erleichtern, merkt man sehr schnell die Gleichheit der Gleichen Regel kennen. Gehört man nicht zu den bevorzugten Spielern, sondern im Gegenteil noch zu den kritisch beäugten Spieler, da man in der Vergangenheit zu oft auf Missstände hingewiesen hat, passiert folgendes:

Der Account wurde gehackt und verschiedene Items und Ausrüstungsgegenstände wurden auf dem Markt anderen Spielern angeboten. Also macht man Bilder von den Gegenständen per Screenshot und schreibt ein Ticket/Email an die GMs mit dem Betreff „Account wurde gehackt Items werden aktuell gerade verkauft“. Das sollte ja, ein gewissen Servicegedanken vorausgesetzt zu einem schnellen Eingreifen animieren. Dazu schreibt man eine lange Email und erläutert nachvollziehbar wann welcher Gegenstand der nun geklaut wurde erstanden wurde wie lange er schon im Besitz war. Eine schnelle Reaktion vorausgesetzt, wäre es kein Problem gewesen einfach zu schauen wer die Gegenstände von den Charakteren geklaut und zum Verkauf angeboten hat und das Thema wäre erledigt gewesen.
Nach EINER Woche erhält man dann eine Email mit der Bitte genau zu erläutern welche Charaktere betroffen sind und welche Items verschwunden sind. Öhm genau das wurde doch vor einer Woche schon geschrieben, merke GMs können oder wollen nicht lesen. Eine Woche später wird es nicht einfacher den Täter auf die Spur zu kommen und da hier Gegenstände im Wert mehrerer hundert Euro verschwunden sind, ist das auch keine Bagatelle. Also macht man die GMs freundlich noch mal darauf aufmerksam das sie doch einfach mal die Mail von vor EINER Woche lesen sollten. Irgendwann kommt dann eine Antwort das Aeria nichts machen könne, da ja mehrere IP Adressen auf den Account zugegriffen haben, was ja bedeutet das man seine Accountdaten weitergegeben hat (was verboten ist laut Aeria)muss und daher sehen sie keinen Handlungsbedarf.

Hmm wenn jemand einen Account hackt, ist es nicht verwunderlich wenn dann eine andere IP Adresse auf den Account zugreift. Außerdem wäre auch durchaus möglich, dass man ja selbst von unterschiedlichen Rechnern auf seinen eigenen Account zugreifen kann, was auch unterschiedliche IP Adressen bedeuten würde. Hier wird schnell die Inkompetenz der GMs ersichtlich bzw. der absolute Wille nicht helfen zu wollen und lieber eine Straftat zu decken.

Ich kann hier nicht für alle MMORPGs sprechen, aber nach meinen Erfahrungen und denen die mir übermittelt wurden, muss ich doch eindringlich davor warnen Shaiya zu spielen. Es sei denn ich gehöre zur der debilen Hartz 4 oder der überforderten Muttergesellschaft.

Am Ende ist Shaiya nämlich nur eins – die pure Abzocke mit einem unglaublich schlechten Service und völlig ungerechter Behandlung einzelner Spieler!

Update 20.08.2012:
Wie ich gerade erfahren habe, ist das Ende wohl absehbar. Aus den bisher bestehenden 3 Servern wird/wurde nun einer gemacht. Die Zugriffe auf diese super tolle, geniale Game sind scheinbar nicht gerade mehr geworden :). Das Zusammenlegen ist sehr hilfreich, wenn nun die besten Spieler von Aurora mit mehr als 300k Kills auf die besten von Cryptica (oder wie immer der Server heißt) mit 8k Kills treffen, ist das bestimmt ein riesen Spaß für beide Seiten. Alles in Allem ein verzweifelter Versuch wenigstens die Gamer von Aurora bei Laune zu halten. Nice try :)
An dieser Stelle sage ich schon mal Tschüss Shaiya, war schön dich gekannt zu haben, ich werde dich nicht vermissen :)