Donnerstag, 25. Dezember 2008

Erfahrungen mit Iberia

Also 1700,- für einen Flug Frankfurt - Lima über Madrid ist ja nun wirklich kein Schnäppchen. Allerdings dachte ich mir, dass man bei Iberia wenigstens einen anständigen Komfort und Service bekommt.

Frankfurt - Madrid

Es ging allerdings schon nicht gut los in Frankfurt. Der Check-In klappte noch problemlos, es wurde auch schon ein Gate auf der Bordkarte abgedruckt. Als ich dann aber 10 Minuten vor der eigentlichen Boardingzeit ans Gate kam, gab es hier jedoch nichts was darauf hindeutete, dass hier in Kürze ein tatsächlich ein Boarding stattfinden würde. Etwas verunsichert ging ich zu einem Informationschaltern. Leider gibt es im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens nur noch die Computer und da der lediglich lapidar "D" als Auskunft gab (was bei 40 Gates nicht wirklich eine präzise Auskunft ist) sieht man jetzt ziemlich dumm aus und fragt sich, ob man tatsächlich am richtigen Gate steht.
Allerdings hatte das schon seinen Grund, denn wie ich jetzt feststellen konnte, machte der gleiche Mitarbeiter, der bis eben noch den Check-In gemacht hatte, jetzt auch das Boarding.
Soweit so gut, aber die nächste Ernüchterung sollte nicht lange auf sich warten lassen.
Wer größer als 1,8m ist, dem werde ich bei Iberia im A319 zumindest in den mittleren Sitzreihen wenig Freude vorhersagen. Der Sitzabstand war so eng, dass selbst bei absolut aufrechter Sitzweise die Knie festen Kontakt mit dem Sitz des Vordermanns haben. Und als der sich in seinen Sitz setzt, haut es mir fast die Kniescheiben raus. Nach 2 Minuten schmerzen die Knie. Absolut unmöglich in dieser Position 2,5 Stunden zu verbringen. Allerdings hatte ich Glück. Nachdem ich einen Steward mit schmerzverzerrtem Gesicht auf meine missliche Lage aufmerksam gemacht hatte, fand dieser noch einen einzigen verbleibenden Sitz im vorderen Teil des Flieger, wo der Sitzabstand deutlich komfortabler ist.
Wir verließen halbwegs pünktlich Frankfurt und kurz nach dem Start rollte der Steward mit seinem Wägelchen an. Bei einem Abflug um 7:45 hätte ich mich über einen kleinen Imbiss gefreut, immerhin war ich seit 4:00 auf den Beinen, aber zumindest ein Getränk sollte drin sein. Aber weit gefehlt. Als meine Nachbarn für einen Kaffee, eine Cola und einen Sandwich 18,- EUR berappen sollen werde ich stutzig. "Was ist denn im Preis inbegriffen?". Die Antwort folgt auf dem Fuße. "Nichts" lautet die lapidare Antwort und der Steward verweist auf die Karte, in der ein Sandwich tatsächlich bis zu 8,- EUR kostet.
An dem Punkt bin ich bereits schwer angefressen und kann mir den folgenden Kommentar an den Steward gerichtet nicht verkneifen: "Was ist der Unterschied zwischen Iberia und Ryanair?" frage ich ihn und gebe mir auch gleich die Antwort "Mehr Sitzkomfort und 10% des Preises". "Und die Farben" fügt der Steward trocken hinzu, dem dieser Kommentar offensichtlich nicht zum ersten Mal begegnet.
Als ich mich bei der Ankunft in Madrid schnurstracks an ein Iberia Büro wende, wird die Dame hinter dem Tresen schnell pampig. Ich hätte ja sagen können, dass ich einen Sitz mit ausreichendem Abstand haben möchte. Bitte?? Erstens mal habe ich mich bei Check-In nicht als Zwerg verkleidet und zweitens kenne ich Sitzabstände der Iberia-Flotte?? Auf meine Frage, ob ich mir für den Flug nach Lima das Essen mitbringen müsse teilte teilte mir die unfreundliche Dame mit, dass man bei Iberia bei Flügen unter 4h grundsätzlich keinen kostenfreien Service bekommt, darüber gäbe es aber tatsächlich etwas zu essen. Wie berechtigt meine Frage sein sollte, stellte sich aber erst später heraus.

Madrid - Lima

Der Flug Madrid - Lima ging eigentlich besser los. Der Sitzabstand war hier deutlich angenehmer und gegen 14h gab es tatsächlich auch etwas zu essen. Das Mahl war mit 6 Stückchen Huhn, 3 Kartöffelchen und einer hohlen Hand voll Bohnen weder reichlich noch ausgefallen, aber immerhin hatte man nach 6h das erste mal was im Magen.
"Vielleicht nur ein Ausrutschter" dachte ich mir bis sich gegen 21h mein Magen nicht ganz unberechtigt wieder regte. Seit dem Mittagessen hatte sich kein Steward mehr in die Kabine verirrt und die steigende Anzahl von Passagieren, die mit einem Sandwich in der Hand aus der Bordküche kamen, gaben einen Hinweis, dass ich offensichtlich nicht der einzige mit dem Problem war. Als es 30 Minuten später noch keinen Hinweis auf das Kredenzen einer weiteren Mahlzeit gab, gehe ich dann auch mal nach vorne.
Dort teilte man mir mit, dass die zweite Mahlzeit erst in 1,5h serviert werden wurde und in Bezug auf die Sandwiches müsse man mir leider mitteilen, dass inzwischen keine mehr verfügbar seien und man auch sonst nichts essbares mehr an Bord habe..........
An dem Punkt sank meine Laune auf den absoluten Nullpunkt. Nachdem ich die gesamte Küche mit einen zynischen Vortrag über die Ticketkosten in Relation zum Service unterhielt, und sich inzwischen auch der Purser um Entspannung bemühte, konnte man offensichtlich noch 2 Sandwiches aus der Businessklasse organisieren.
Das war dann auch mein Glück, denn das "Essen" bestand tatsächlich aus 2 Scheibe Käse, 2 Scheiben Wurst und einem Brötchen das kaum das Volumen von 2 Daumen überschreiten dürfte.

Das beste: Lima - Madrid mit LAN-Airways
Der Rückflug von Lima nach Frankfurt ist mit Abstand der beste Flug. Anständige Sitzabstände, dazu in jedem Sitz ein eigener Bildschirm mit Personal Entertainment System. Jeder kann sich hier aus einer groen Auswahl Filme, Serien und Musik nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Darüberhinaus hat man bei LAN-Airways auch genug zu essen an Bord.

Skandalöse Zustände am Flughafen Madrid
Wer jetzt gedacht hatte "Alles wird gut" oder "Es kann nicht mehr schlimmer werden" der sieht sich wieder einmal getäuscht. In Lima hatte man mir mitgeteilt, ich möchte doch bitte meinen Anschlussflug in Madrid nocheinmal bei Iberia bestätigen lassen.
Als ich im Internationalen Terminal ankomme steht vor dem Büro von Iberia eine 30m Schlange, und da denke ich mir ich bin schlau und gehe zu einem der beiden Büros von Iberia im Terminal für die inner-europäischen Flüge.
Aber hier herrschte das totale Chaos.
Als ich mich in eine 20m Schlange einreihe, fragt mich eine Amerikanerin, ob ich anstehe. Als ich das bejahe, weißt sich mich darauf hin, dass das Ende der Schlange 50m weiter hinten ist. Nach eigenen Aussagen warteten Sie bereits seit 2 Tagen auf einen Rückflug nach New York.

(Klicken für grösseres Bild)

Das Problem. Die Schlange bewegte sich ca. 10m pro Stunde. D.h. man hatte eine ungefähre Wartezeit von 6-7h um *vielleicht* eine Information zu seinem Flug zu bekommen.
Da mir klar war, dass ich niemals vor Abflug meines Anschlussfluges zum Büro von Iberia vordringen würde, ließ ich es. Immerhin war ich schon eingecheckt.

Bis heute weiß ich nicht, wo das Problem lag, denn das einzige was es am Flughafen in Madrid nicht gab waren Informationen:

Informationsschalter
Es gab keine Flughafen-Mitarbeiter ausserhalb der beiden Iberia-Büros, bei denen die Wartezeit sicherlich im Schnitt 6 Stunden betrug.

Handzettel
Somit gab es keine Handzettel.

Durchsagen

Die Durchsagen am Flughafen waren sensationell:
"Es gibt keine Durchsagen, bitte auf die Informationstafeln schauen" und "Rauchen verboten"

Informationtafeln
Allerdings waren die Informationtafeln zeitweise so überfüllt, dass selbst der aktuellste Eintrag in der Vergangenheit lag. Jetzt hatte sogar derjenige Glück, dessen Flieger Verspätung hatte. Ansonsten konnte es passieren, dass das Gate bereits geschlossen hatte, wenn der Flug zum ersten Mal auf der Informationstafel auftauchte. Darüberhinaus gab es zeitweise unterschiedliche Anzeigen auf den Informationstafeln. So wurde mein Flug auf den einen Anzeige als "1 Stunde verspätet" angezeigt, auf der anderen war der Flug bereits zum Boarding bereit.

Gegen Abend enspannte sich die Lage zumindest auf den Informationstafeln. Nachdem sich die Informationstafeln auf eine Stunde Verspätung geeinigt hatten, tauchte kurze Zeit später wieder die Meldung auf, dass man jetzt 2,5 Stunden Verspätung habe und man sich doch bitte an ein Büro von Iberia wenden möchte.

Also stell ich mich in die 50m Schlange an und diesmal geht es noch langsamer voran als vorher. Nach einer Stunde habe ich mich keine 3m vom Fleck bewegt.

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Als ich dann mal nach vorne um mal einen Blick in das Büro zu werden, des Rätsels Lösung.

(Klicken für grösseres Bild)

Auf unserer Seite arbeitete überhaupt keiner mehr. Die Iberia-Mitarbeiter ließen die Passagiere einfach stehen und machten Feierabend.
Dafür kollabierten jetzt auf der anderen Seite die ersten Leute. Manche Passagiere verbrachten ihren 2. Tag am Flughafen und nach stundenlangem stehen, erlitt eine Frau einen Kreislaufzusammenbruch und fiel einfach um. Die professionelle Hilfe der Flughafenmitarbeiter sah jetzt so aus, dass einer ihr mit einem Block Luft zufächelte, während der andere ratlos in der Gegend rumstand.

Irgendwann gab ich es einfach auf und dann gab es irgendwann auch ein Gate für meinen Flug. Nachdem wir dann noch einmal fast eine Stunde sinnlos in der Maschine rumsaßen ging es dann auch los. Und ratet mal welcher Service auf dem Flug mit 3 stündiger Verspätung inbegriffen war. Richtig. Überhaupt keiner.
Als wir dann nachts um 2 in Frankfurt ankamen, gab es sogar noch das I-Tüpfelchen. Obwohl wir im D-Terminal ankamen, wurden unsere Koffer im E-Terminal ausgeliefert. Und ratet mal wie man in die Gepäckausgabe von E kommt, nachdem man bereits in der Gepäckausgabe von D steht. Richtig. Überhaupt nicht. Irgendwann machte uns ein Sicherheitsmann auf, und wir kamen dann doch noch an unser Gepäck.

Mein Fazit:

Die Zustände am Flughafen in Madrid waren fast menschenunwürdig und insgesamt war das mit Abstand die teuerste und gleichzeitig die schlechteste Reise meines Lebens.
Wer Geld zu viel hat, seine Kniescheiben nicht mehr braucht, auf unfreundlichen Service wert legt und gerade auf Diät ist, für den ist Fliegen mit Iberia eine echte Alternative. Allen anderen schlage ich die gefühlte Businessklasse von Iberia zu 10% des Preises vor: Ryanair.
Ich bin mal gespannt, was Iberia zu meinen 3 penibel ausgefüllten Beschwerden sagt. Allzu viel kann man aber wohl nicht erwarten.

Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen kann ich jedem nur dringend empfehlen keinen Fuß an Bord einer Iberia-Maschine zu setzen und jeden Flughafen, der von Iberia betrieben wird weiträumig zu umfliegen.

23.02.2009

Iberia meldet sich auf meine erste Beschwerde.

Per Email.....

In Spanisch....

"Apreciado señor ABC:

Le ruego que nos disculpe por los inconvenientes y las molestias que le produjo el retraso de su vuelo, IB 1234 de XX de diciembre de 2008, que fue originado por circunstancias extraordinarias de imposible previsión.

Hemos activado medidas de actuación en tierra para paliar en lo posible los efectos de estos retrasos, ofreciendo a nuestros clientes afectados por demoras de más de dos horas asistencia gratuita de bebida y comida en función del tiempo de espera; dos llamadas telefónicas, o el envío de dos mensajes de fax o dos correos electrónicos. Además, pernocta cuando proceda y transporte entre el aeropuerto y el hotel.

Del mismo modo, hemos implantado medidas para flexibilizar las condiciones tarifarias de los billetes, de modo que puedan cambiarse fechas de viaje o solicitar reembolsos, para los vuelos afectados por estas incidencias.

En definitiva, hemos dispuesto nuestros recursos humanos y materiales para atenderle en todo momento y poder recuperar cuanto antes la normalidad de la operación.

Le reitero mis disculpas por los inconvenientes que esta circunstancia le ha ocasionado y le garantizo que todos nosotros estamos trabajando para recuperar nuestros índices habituales de puntualidad que nos sitúan a la cabeza de las aerolíneas europeas.


Atentamente,


Inmaculada Iglesias
Gerente Atención al Cliente"

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Schildbürgerstreich aus Nastätten oder heute schleppe ich ab und morgen stelle ich die Schilder auf

Am 24.10. 2008 hatte ich einen Friseurtermin und wollte hinterher frischgestylt mit einer Freundin den Oktobermarkt in Nastätten besuchen.
Die Parksituation war wie immer chaotisch.Ich fuhr einen Platz an , den ich einmal pro Woche aufsuche um mein Altglas zu entsorgen. Neben den Container befindet sich sich eine Parkbucht mit Platz für ca. 8 Fahrzeuge. Aus meiner Fahrtrichtung sah ich folgendes Bild:
Da ich noch am Mittwoch, den 22.10 genau an diesem Platz geparkt hatte und sich für mich die Situation nicht ersichtlich geändert hatte, stieg ich arglos aus und freute mich einen Parkplatz gefunden zu haben.Als ich gegen 18.30 Uhr mit meiner Freundin zurückkam , war mein Auto verschwunden.
An der oben abgebildeten Kreuzung standen ein männlicher und ein weiblicher "Hilfspolizeibeamt/er /in" der Verbandsgemeinde Nastätten . Ich stammelte entsetzt und hilflos : "Mein Aaau -to ist weg. Das hat da-da gestanden."
Meine Parkposition und Aufnahme vom 24.10



Man erklärte mir , dass es abgeschleppt worden sei, da ich auf einem Behindertenparkplatz gestanden hätte.
Ich wies die Ordnungshüter darauf hin, dass man wie oben auf den Fotos ersichtlich und dokumentiert, die Veränderung der Parksituation so nicht zu erkennen gewesen sei.

Die Schilder waren nur aus der entgegengesetzten Richtung sicht- und lesbar.

Der männliche Ordnungshüter fertigte nun selbst noch Bilder an und ließ sich meine Personalien geben, die ich in sein kleines Buch schrieb. Meine Freundin pflichtete mir bei.
Die Schilder die den Behindertenparkplatz kennzeichnen sollten, waren aus meiner Fahrtrichtung nicht erkennbar.
(STVO §41¸§ 40 Abs. 2; außerdem; zu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen III. Allgemeines über Verkehrszeichen. 26 9. Verkehrszeichen sind gut sichtbar in etwa rechtem Winkel zur Verkehrsrichtung auf der rechten Seite der Straße anzubringen, soweit nicht in dieser Verwaltungvorschrift anderes gesagt ist.27 a) Links allein oder über der Straße allein dürfen sie nur angebracht werden, wenn Missverständnisse darüber, daß sie für den gesamten Verkehr in einer Richtung gelten, nicht entstehen können und wenn sie so besonders auffallen und im Blickfeld des Fahrers liegen.41 13. a) Die Unterkante der Verkehrszeichen sollte, soweit nicht bei einzelnen Zeichen anderes gesagt ist, in der Regel 2 m vom Boden entfernt sein, über Radwegen 2,20 m, an Schilderbrücken 4,50 m, auf Inseln und an Verkehrsteilern 0,60 m. – )
Dies alles war hier erkennbar nicht der Fall .
Als ich am 25.10. erneut an den " Tatort" fuhr um einige zusätzlich Fotos zu machen und weil mir das Verhalten des männlichen Ordnungshüters etwas merkwürdig vorgekommen war, fand ich folgendes Bild vor.

Ich denke, eine weitere Begründung meines Einspruches erübrigt sich damit von selbst.
Dass sich dadurch das Abschleppen meines Fahrzeugs als Unverhältnismäßigkeit erweist, bedarf eigentlich keiner weiteren Erwähnung.
Diese und noch einige weiter Fotos mehr legte ich dem Verbandsbürgermeister und dem Leiter des Ordnungsamtes vor.
Die geänderte Beschilderung wurde wie folgt begründet:
"Wir haben die Schilder nachgerüstet, weil wir am 24.1o. einige abgeschleppt haben und wir der Bevölkerung was Gutes tun wollten." ??????????
Dass ich aus meiner Anfahrtrichtung die Schilder nicht erkennen konnte , war beiden Herren nur durch den Aufbau eines improvisierten Modells zu vermitteln.
Meine Frage : "Und was sehen Sie?"
Wurde mit einem verblüfften : " Nichts". Und einem daraufhin schnellen Abbruch des Gesprächs beantwortet.
Ein avisierter Rückruf zwecks einer Entscheidung in meiner Angelegenheit , erfolgte nicht. Stattdessen wurde mir am 2.12 zuerst ein Kostenbescheid über 159,49 € Abschleppkosten und am 3. 12 ein Bußgeldbescheid über 58,50 € .
Da ich nun begonnen habe per Mundpropaganda , Ortsblättchen, Presse, Fernsehen und Internet diesen Akt von Behördenfreundlichkeit zu publizieren ist es mit auf Anhieb gelungen eine weitere Leidensgenossin , die auch aus meiner Richtung kam und dieselbe Situation vorfand und schon, morgens abgeschleppt wurde ausfindig zu machen.
Leider hatte diese schon bezahlt.
Auf eine entsprechende Annonce im Lokalblatt haben sich mittlerweile einige weitere Betroffene gemeldet , die bereit wären den Vorfall zu schildern.
Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder sogar betroffen ist, möge bitte hier eine Nachricht hinterlassen .
Ich melde mich umgehend.

Samstag, 22. November 2008

Das Ende der europäischen Normgurke....

Gemäß einem Bericht von TopAgrar Online soll die europäische Norm für Gurken und 25 weitere Gemüsesorten im Rahmen des Schlagworts "Bürokratieabbau" gestrichen werden.

Es gab eine europäische Normgurke?

Die Norm regelt unter anderem die maximale Krümmung von Gurken, nämlich genau 10mm auf 10cm.

Aber wer jetzt glaubt, dass alle der Meinung sind, man müßte die Norm abschaffen sieht sich getäuscht.

"Für den DBV geht die Vereinfachung viel zu weit. Es sei völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar, ein funktionierendes System, dass für einen transparenten und funktionierenden Handel weltweit bei frischem Obst und Gemüse gesorgt hat, ohne Not zu opfern. Damit habe sich die Europäische Kommission gegen die Stimmen fast aller Wirtschaftsbeteiligten auf europäischer und deutscher Ebene durchgesetzt. "

Völlig unverständlich? Na, ich weiß nicht so recht...

Wann ist ein Richter befangen?

Aus einer einer harmlosen Nachbarschaftsstreitigkeit heraus bekomme ich von den werten Nachbarn eine Anzeige wegen "nicht angepasster Geschwindigkeit". Einziger "Beweis" ist die Aussage der Nachbarn, von denen einer sogar handgreiflich wird.
Trotz aller Widersprüche wird das Verfahren nicht eingestellt, 3 Punkte solls geben dazu noch 75 EUR. Mittlerweile ist die Sache sogar am Amtsgericht Lahnstein, von wo aus mir der Richter Trosch folgendes schreibt:

"sind nach Aktenlage für Ihren Einspruch vom 22.07.2008 gegen den Bußgeldbescheid der Kreisverwaltung Rhein-Lahn vom 15.07.2008 keine Erfolgsaussichten erkennbar, ...

Ich empfehle Ihnen daher, den Einspruch zurückzunehmen, da ansonsten eine Hauptverhandlung durchzuführen wäre, zu der Ihr persönliches Erscheinen angeordnet würde."

Das ist eine eindeutige Vorwegnahme des Urteils. Dementsprechend lehnen mein Anwalt und ich den Richter wegen Befangenheit ab.

Vom Direktor des Amtsgerichts erhalte ich dazu folgende Stellungnahme:

"Der Antrag ... auf Ablehnung des Richters wegen der Besorgnis der Befangenheit war unbegründet.

.....

Bei vernünftiger Betrachtung kann deshalb ein Betroffener nicht davon ausgehen, der amtierende Richter habe damit zum Ausdruck gebracht, dass er sich bereits ein abschließendes Urteil gebildet habe, welches durch den Eindruck einer Haupverhandlung nicht mehr geändert werden könnte.

...

gez. Conradi

Direktor des Amtsgerichts"

Die Aussage....

D.h. wenn mir ein Richter vor der eigentlichen Hauptverhandlung sagt: "Versuchs gar nicht erst, Du verlierst", dann ist der Richter unbefangen und der Ausgang des Verfahrens völlig offen?

Bitte?

Und vernünftige Betrachtug? Welche Art von Vernunft meint Herr Conradi?

Die entscheidende Frage....

Wenn die Aussage von Herr Trosch keine Vorwegnahme des Urteils ist, was müßte ein Richter sagen, um genau das zu auszudrücken???

Das ließe sich in dem Fall gar nicht mehr in Worten fassen :-))))) .

Samstag, 15. November 2008

Dissoziative Gesellschaftsstörungen

Wer kann mir erklären...

  • warum wir ein Tierschutzgesetz haben, aber immer noch keine Möglichkeit eine Patientenverfügung rechtlich abzusichern?
  • warum wir unseren todkranken Hund mit gutem Gefühl einschläfern lassen, während wir unsere todkranke Mutter gegen ihren Willen mit allen Mitteln am Leben erhalten?

  • warum wir unsere Grundrechte permanent einschränken lassen, obwohl in Deutschland seit 15 Jahren kein einziger Mensch durch Terroristen zu Tode kam, während pro Jahr 150.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchen sterben?

  • warum wir Ego-Shooter Computerspiele verbieten wollen, während in Deutschland 120.000 Menschen unter Alkoholeinfluß zum Krüppel geschlagen werden und 50.000 Menschen im Jahr in Deutschland an den direkten Folgen von Alkohol sterben?

  • warum ist ein Selbstmordattentat etwas abscheuliches ist während eine "fehlgeleitete" Bombe auf einem belebten Markplatz lediglich bedauerlicher "Kollateralschaden" ist? (Volker Pispers)

  • warum ist ein Attentäter, der bereit ist sein Leben zu opfern, ein hassenswerter Terrorist, ein Bomberpilot, der eine Bombe aus 5km Höhe ausklinkt, ein Held ist? (Volker Pispers)

  • warum wir uns über den Islam lustig machen und anschließend in die Kirche gehen um dort das Blut Christi zu schlürfen und seinen Leib anzuknabbern? (Volker Pispers)

  • Warum wir Waffen im Privatbesitz erlauben aber ein Verbot von Computerspielen fodern?

Deutschland hat endlich wieder eine Geheimpolizei!

Gerade haben wir mit dem neuen BKA-Gesetz unsere Grundrechte erneut einschränken lassen. Es werden damit Online-Überwachung ermöglicht, d.h. in Zukunft kann das BKA in deine Wohnung eindringen, heimlich auf deinem PC Trojaner installieren und damit deine gesamte private PC-Nutzung komplett überwachen.

Aber Moment mal.....

Hatten wir das nicht schon mal? An was erinnert mich das bloß?


Gestapo, Stasi, BKA?

Himmler, Mielke, Schäuble?



Offensichtlich hat die Wiedervereinigung auch endlich unsere Sicherheitsorgane erreicht.
Die Erfolgsgeschichte unserer Geheimpolizeiorganisationen wird konsequent fortgeführt. Nach 60 Jahren in West-Deutschland und nur 19 Jahren bezogen auf Ost-Deutschland haben wir endlich wieder eine Geheimpolizei!

Konsequenterweise sollte eine Umbennung des BKA erfolgen. Nach dem Best-of-Breed Ansatz wäre "Geheime Staatssicherheit" doch ideal!

Aus "BKA" mach "GeStasi"!

Seit den Anschlägen vom 11 September wurden unsere Grundrechte in Form von "Sicherheitspaket I und II" deutlich eingeschränkt. So wird z.B. unsere Internetnutzung seitdem überwacht und mindestens 6 Monate gespeichert, die Rasterfandung ist wieder da und wir benötigen bald Fingerabdrücke für einen Reisepass. Immerhin den Einsatz der Bundeswehr im Inneren konnte SPD sei dank gerade noch abgewendet werden.

Schauen wir mal ob das berechtigt ist:

In Deutschland sterben jedes Jahr:

150.000 Menschen an den Folgen von Zigaretten
42.000 Menschen an den Folgen von Alkohol
7.000 Menschen im Straßenverkehr
2.400 Menschen durch Mord oder Totschlag
1.400 durch den Kosum illegaler Drogen
10 Menschen durch Blitzeinschlag

Aber seit 15 Jahren kein einziger durch Terrorismus


Das wirft Fragen auf....


Wenn seit 15 Jahren kein einziger Mensch mehr in Deutschland durch einen Terroristen ums Leben kann, wo ist dann bitte hier die Bedrohung?

Im gleichen Zeitraum kamen 150 Mensche durch Blitzschläge um.

Wenn Blitzschlag in Deutschland gefährliches ist als Terrorismus, wer kann mir erklären, wovor ich durch Einschränkung meiner Grundrechte beschützt werden soll?

Wenn Rauchen im Jahr 150.000 mehr Menschen tötet als der Terrorismus, wer kann mir jetzt erklären, wieso wir unsere Grundrechte immer weiter einschränken lassen, aber das Rauchen weiterhin legal ist?

Weil "Terroristen" keine (Tabak)Steuern zahlen?


"Von allen psychoaktiven Drogen ist Alkohol am häufigsten mit Gewalt assoziiert". 80% aller Schweren Körperverletzungen und 50% aller Tötungsdelikte erfolgen unter Alkoholeinfluß (Quelle: Gewaltverhalten unter Alkoholeinfluß). Pro Jahr gibt es in Deutschland ca. 150.000 Opfer von schwerer Körperverletzung und es sterben jedes Jahr 50.000 Menschen an den direkten Folgen von Alkoholkonsum. (Quelle: BKA Kriminalstatistik 2007 )

Wer kann mir jetzt erklären, warum wir Ego-Shooter Computerspiele verbieten wollen, während in Deutschland 120.000 Menschen unter Alkoholeinfluß zum Krüppel geschlagen werden und 50.000 Menschen im Jahr in Deutschland an den direkten Folgen von Alkohol sterben ?

Weil Jugendliche keine (Branntwein)Steuern zahlen?

Ursachenforschung....

Aber woher kommt die Bedrohung durch den "weltweiten Terror" eigentlich?

Schauen wir mal auf Afghanistan:

Osama Bin Laden war ein Verbündeter der USA im Russisch-Afganischen Krieg. Er wurde von den USA massiv mit Waffen unterstützt um die Russen zurückzuschlagen. Nachdem er seine Mission erfüllt hatte, wurde er jedoch von den USA fallen gelassen. Der 11. September war nicht das Ergebnis von religiösen Fanatikern, sondern vielmehr ein verspäteter Dankesgruß eines ehemaligen Verbündeten.

Schauen wir mal auf den Irak-Krieg.

Saddam Hussein führte den Irak-Iranischen Krieg mit Unterstützung der USA und Europas. Um die "Invasion des Islam" zu bekämpfen unterstützte die westliche Welt (d.h. wir) Saddam Hussein u.a. mit Waffen. D.h. die USA, Europa und Saddam machten gute Geschäfte bei denen im Verlauf des Krieges mehr als 1.000.000 Menschen ums Leben kamen.
Die einträgliche Partnerschaft hielt allerdings nur solange bis Saddam 1990 den Fehler machte, sich über Kuwait herzumachen.
Aber handelte der Partner der USA und Europas tatsächlich auf einmal eigenmächtig? Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass Saddam Kuwait ohne das Wissen seiner "Partner" überfiel geht gegen Null. Vielmehr wurde er wahrscheinlich von den USA und Europa (d.h. von uns) bewußt hereingelegt, indem wir Ihm wie vorher im Irak-Iran Krieg, die Zusage gegeben haben, dass wir nichts unternehmen werden wenn er Kuwait überfallt.
Interessant wird jetzt die Rolle eines Mannes Names Ijad Alawi.
1991 nämlich gründete Ijad Alawi im Irak einer Gruppe Names "Iraqi National Accord". Die Gruppe setzte sich hauptsächlich aus ehemaligen Sicherheitskräften aus dem Saddam Apparat zusammen. Dabei wurde er vom britischen Geheimdienst MI6 und dem amerikanischen CIA unterstützt. Zweck der INA war die "Opposition" zu Saddam Hussein. Konkret führten sie zwischen 1992 und 1995 zahlreiche Bombenanschläge u.a. auf ein Kino und einen Schulbus bei denen auch Kinder getötet wurden.
Mit anderen Worten: Ijad Alawi war ein von Europa (von uns) und Amerikanern finanzierter Terrorist.
Irgendwann wurde es dann Herrn Alawi wohl zu heiss und er ging wohin?
Na klar. Ins britische Exil.
Aber damit nicht genug. Vor dem Beginn des zweiten Irak Krieg war er derjenige der die gefälschten Information über Massenvernichtungswaffen an den britischen Geheimdienst weiterleitete und damit den direkten Vorwand für die Amerikaner für die erneute Invasion des Irak lieferte.
Nach einem Bericht des Sidney Morning Herald erschießt Iyad Allawi in 2004 6 Iraker eigenhändig in einer irakischen Polizeistation.
Und jetzt ratet mal wer der erste Ministerpräsident des Iraks wurde?
Genau.
Ijad Alawi wurde wurde von den Amerikanern und Briten als der erste Ministerpräsident des Irak eingesetzt. (Quelle Wikipedia, Indopedia)

Das bedeutet: Europa (d.h. wir) haben gezielt den Terrorismus unterstützt und finanziert und einen von uns bezahlten Mörder und Kriegstreiber zum Ministerpräsidenten gemacht. Darüber hinaus haben wir eine Angriffskrieg mit Millionen Toten ebenfalls unterstützt und auch noch kräftig daran verdient.

Aber wir sind doch die Guten, oder?


Im Irak gibt es heute:

mindestens 40.000 Tote in der Zivilbevölkerung
mindestens 2.000.000 Flüchtlinge.

Wer kann mir erklären, wieso wir immer noch denken die Iraker wären ohne Sadam besser dran? Schon mal einen irakischen Flüchtling gefragt? Geht aber auch nicht, denn die EU nimmt kaum Flüchtlinge aus dem Irak auf. Beim bombadieren in Dienste des Guten waren neben Amerika auch viele EU-Staaten munter dabei. Wenn es um die konkrete Hilfe für die von uns verursachten Flüchtlinge geht, ist die Hilfsbereitschaft aber schon wieder ganz schnell beendet.

Bomben ja, konkrete Hilfe für Flüchtlinge nein Danke? Das verstehen wir unter einem gerechten Krieg? Sieht so unsere Vorstellung von Hilfe aus? Sadam pfui, wir sind die Guten???

Denn um Volker Pisper zu zitieren...
"Und wir wundern uns warum uns die Araber Bomben unter den Arsch legen??? Wir sollten uns wundern, dass sie uns nicht noch viel mehr Bomben unter den Arsch legen!"

Womit wir aber auch schon wieder bei der Einschränkung unserer Grundrechte angelangt wären.

Fazit....

Der "internationale Terror" ist ein wirklich lächerlicher Vorwand mit dem unsere Grundrechte immer weiter eingeschränkt werden.

Die Rolle die die USA und Europa (d.h. wir) im Irak spielen verbunden mit der Tatsache, dass wir die von uns verursachten Flüchtlinge auch noch im Stich lassen, ist mehr als widerlich.

Die Vorstellung "wir wären die Guten" können wir getrost an den Nagel hängen.

Wir versuchen uns lediglich vor etwas zu beschützen, was wir uns mit unserem Verhalten selbst geschaffen haben.

Und Jungs und Mädels mal gut zuhören:

Blitze sind hierzulande weitaus gefährlicher als jeder Terrorismus.
=>
Es gibt in Deutschland keine terroristische Bedrohung.

Montag, 20. Oktober 2008

Wer kennt....

"Das Gesetz zur Umsetzung von Vorschlägen zu Bürokratieabbau und Deregulierung in den Regionen"

Hier kann man das politische Paradoxon geniessen.

Könnte eine erste Maßnahme zum Bürokratieabbau die Abschaffung des Gesetzes zum Bürokratieabbau sein?