Dienstag, 1. Januar 2013

Nie wieder KLM

Der Hinflug 

Meine Frau wollte mit dem 10 Monate alten Nachwuchs alleine in die Heimat. KLM hatte hierzu ein Angebot. Für satte 1100 EUR erst mit dem Zubringerflug nach Amsterdam und von dort aus per Langstreckenflug zum Ziel.

Leider sind die Umsteigezeigen von KLM sehr sportlich geplant. Lediglich 40 Minuten stehen zum Umsteigen zur Verfügung.

Völlig überraschend kommt es allerdings zu einer Verspätung von 20 Minuten. Bereits im Flugzeug wird meine Frau darum gebeten, sie möge sich nach dem Aussteigen "bitte sehr beeilen".

"Sehr beeilen" heißt  einen Kilometer Dauerlauf mit einem Baby auf dem Arm und rund 10 Kilo Handgepäck in diversen Taschen von einem Gate zum anderen. Als meine Frau völlig fertig dort ankommt, teilt man ihr jedoch mit, dass der Flug bereits geschlossen sei. Aber selbstverständlich bemühe man sich sofort eine Lösung zu finden.

Meine Frau kam um 11 Uhr  morgens in Amsterdam an.

Die Lösung,

die man ihr nun Vorschlug war folgende:

Sie solle bis 17 Uhr am Flughafen warten und dann mit einem Flug nach Madrid fliegen. Dort solle sie dann Nachts um 23.30 mit einer Maschine der "Air Europe" (wer ist eigentlich Air Europe...) von Madrid zum Ziel fliegen.

Eine andere Möglichkeit gebe es nicht, da der Flieger am nächsten Tag bereits voll sei.

Mit anderen Worten 27 Stunden reisen und das alleine mit einem 10 Monate alten Baby auf dem Arm....

Meine Frau lehnte dankend ab und bat in diesem Fall um den Rücktransport zum Ursprungsflughafen.

Daraufhin der KLM Mitarbeiter "Das können Sie gerne machen, wenn Sie sich ein Ticket kaufen. Wenn Sie mit einem Baby reisen, dann tun sie das auf eigenes Risiko....."

Das einer Mutter mit Ihrem Baby im Arm ins Gesicht zu sagen, die man gerade stehen gelassen hat.....  
Sensationell!!!!.................

Meine Frau beendete an diesem Punkt das Gespräch und wendete sich an eine Dame am gleichen Schalter. Jetzt lief alles genau anders herum. Meine Frau erhielt sofort ein Hotelzimmer, eine Buchung samt Kinderbett für den folgenden Tag und einen Gutschein für sich und das Kind.

Eingetippt wurde die Buchung übrigens von dem gleichen Mitarbeiter, der 10 Minuten vorher noch behauptet hatte der Flug am folgenden Tag sei bereits voll.

Am nächsten Tag lief dann alles wie geplant aber bereits auf dem Rückflug gab es wieder Probleme.

Der Rückflug

 

Diesmal wurde der Kinderwagen in Amsterdam vergessen. Falls etwas vergessen wird muss man den Verlust noch am Flughafen melden. Um das zu tun, gibt es in der Halle der Kofferausgabe einen sogenannten "Lost and Found" Desk an dem die Mitarbeiter der jeweiligen Airlines den Verlust bestätigen.

Nach über eine Stunde warten am Sperrgepäckband waren an diesem Schalter allerdings alle Airlines vertreten nur nicht KLM. Insgesamt sind meine Frau und ich 3 mal an dem Schalter in Halle E vorbei und zu keinem Zeitpunkt war ein Vertreter von KLM anwesend.

Daher wurde mir irgendwann empfohlen mich an den Checkin von KLM zu wenden.

Da saß eine junge Frau im KLM Dress, mit einem KLM Schlüsselband und einem KLM Schild. Ich erklärte ihr die Situation und bekam als Antwort:

"Ich bin nicht KLM....."

"Wer bist Du dann? Santa Claus im KLM Kostüm? Der Mann im Mond oder vielleicht das KLM Osterbunny?" dachte ich mir.

Sie sei Mitarbeiterin eines Subunternehmers.

"Das interessiert mich nicht!"

"Wer im KLM Dress mit KLM Schlüsselband am KLM Checkin unter einem KLM Schild arbeitet ist für mich KLM. Welche Firma letzten Endes auf Ihrem Gehaltscheck steht interessiert mich herzlich wenig."

Jetzt erklärte sie mir sie habe keinen Zugriff auf die KLM Systeme, könne gar nichts machen und drückte mir eine Visitenkarte mit einem telefonischen "Lost and Found" Service von KLM in die Hand.



"Was soll ich damit?" fragte ich.

"Dort anrufen?" antworte sie.

"Warum rufen sie nicht selbst da an? Es ist doch schließlich ihre Hotline und ihre Airline die mein Gepäck verloren hat" gab ich zu bedenken....

Das ginge nicht da an ihrem Telefon alle externen Nummern gesperrt sein.

Sensationell!!!!.................

Ok, also rief ich da für 42 Cent die Minute auf meine Kosten an . Aber wie solche Gespräche mit diesen Hotlines verlaufen ist in der Regel vorherzusehen und deswegen blieb ich direkt am Check-in stehen.

Immerhin meldete sich am Ende tatsächlich eine Frau mit einem starken polnischen Akzent.  Nach 10 Minuten Gespräch konnte ich der mühevollen Konversation entnehmen, dass man bei ihr nur anrufen kann, wenn man bereits eine Verlustmeldung samt zugehöriger Referenznummer hat. "Na so eine Überraschung...."  Aber Sie gab mir freundlicherweise eine Nummer in Frankfurt. Doch da angerufen wurde ich freundlich von einem Band abgefertigt. Zwischen 8 und 17h wäre man gerne für mich da. Dummerweise war es bereits 19h.

Sagte ich das Ergebnis war vorhersehbar? 

Rund 5 EUR ärmer wendete mich wieder an die Mitarbeiterin am Checkin um zu fragen wie es denn jetzt weitergeht. Der gingen jedoch offenbar die Ideen aus, denn jetzt behauptete ich hätte Sie angeschrien (ich hatte energisch gesprochen, aber nicht geschrien) und sie ginge dann mal.....

Immerhin kreuzte jetzt der Chef vom KLM Checkin auf. Der Chef bestätigte dass der Lost and Found Schalter in der Halle E zum Zeitpunkt der Ankunft nicht besetzt war. Sein Vorschlag zur Lösung: ich solle mal 30 Minuten warten, dann lande eine andere Maschine weshalb der Lost and Found Desk diesmal besetzt sein sollte....

"Aber gerne...", sagte ich. "Ich hatte am Silvesterabend sowieso nichts besseres vor...."

Jedoch gesagt getan nach 30 Minuten holte der Chef mich ab und wir gingen in eine Halle D in der gähnende Leere herrschte. Nach 20 Minuten weiteren Wartens änderte sich nichts und der Chef griff zum Telefon. Wir standen natürlich in der falschen Halle. Noch einmal griff der Chef zum Telefon, so langsam von der Situation ebenfalls sichtlich genervt. Diesmal rief er den Mitarbeiter vom Lost and Found Desk persönlich an und bat ihn nach betreten der richtigen Halle seine unangenehme Fracht von ihm zu übernehmen.

Interessant dass er die ganze Zeit die Nummer hatte....

Kaum angekommen in der Halle E nahm mich der Mitarbeiter türkischer Abstammung von KLM Lost and Found mit den folgenden Worten in Empfang:

"Ich war die ganze Zeit da."

"Dann solltest Du mal zu Arzt gehen, den offensichtlich bist Du gelegentlich über längere Zeit unsichtbar" dachte ich mir.

"Daniel Flores" nahm das ganze auf und wollte mir den Zettel überreichen. So wie das Gespräch bisher gelaufen war hatte ich allerdings gewisse Zweifel, dass ein Mann türkischer Abstammung in Deutschland "Daniel Flores" heißt. Daher bat ich ihn mir seinen Dienstausweis zu zeigen.

"Den zeige ich ihnen nicht" lies er mich lapidar wissen und drehte den Ausweis sogar so um dass man nur noch die Rückseite sehen konnte

"Kein Problem..." sagte ich, packte das Handy aus und machte einfach ein Foto.

"Das gibt eine Anzeige... Wir gehen jetzt zur Polizei."

Auch kein Problem, dann stellt wenigstens die Polizei deine Personalien fest, dachte ich mir.

Allerdings kam nicht dazu. Dank der freundlichen und hilfreichen Mitarbeiter der Flughafen Information konnte die Situation dann doch noch gelöst werden. Ein Mitarbeiter der Flughafensicherheit überprüfte schließlich den Ausweis dieses Mitarbeiters.

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Erfasst wurde der Beleg um 19 Uhr GMT, d.h. 20 Uhr Deutscher Zeit. Gelandet war die Maschine um 17:22 Uhr deutscher Zeit.

Liebe KLM.... Abschließend hätte ich da noch eine Frage. Gibt es bei KLM so etwas wie den Preis für das "Mitarbeiter-Arschloch den Monats" ?

Ich bedanke mich jedenfalls herzlich für alles und kann für mich und meine Familie sagen......


NIE WIEDER KLM!

Es wird nicht besser. Alle Versuche das Beschwerdeformular auszufüllen enden an dieser Stelle....


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Man kann die Eingabe nicht abschließen.

Daraufhin habe ich bei der KLM Hotline angerufen. Nach 18 Minuten und 30 Sekunden in der Warteschleife ging dann auch mal jemand ran. Immerhin habe ich jetzt eine Nummer für meine Beschwerde (61769920001).

Abzocke in "der Autowerkstatt" Bodenheim Teil 3

Angezeigt und Abgemahnt

Wie Herr Mark Gottschalk bereits telefonisch angekündigt hat, hat sich inzwischen Herr Marc Walter als Anwalt von Herrn Gottschalk und die Polizei in die Sache eingeschaltet.

Von Herrn Marc Walter gab es nebst einer "strafbewehrten Unterlassungserklärung" noch eine Kostennote über 546,69 EUR. Jede Zuwiderhandlung gegen die Unterlasssungserklärung kostet 5000 EUR und ist somit unwesentlich teurer als ein Werkstattbesuch bei Herrn Mark Gottschalk in seiner Autowerkstatt.

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Von der Polizei gab es dieses freundliche Schreiben.

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Inzwischen habe ich die Sache meinem Anwalt übergeben. Die beanstandeten Äußerungen noch mal im Original:

"Meiner persönlichen Meinung nach ist das einfach mindestens dreiste Abzockerei, wahrscheinlich aber eher schlicht und ergreifend Betrug."

"Ich persönlich finde "die Autowerkstatt" und deren Inhaber in höchstem Maße unseriös."

Ein kleiner Hinweis für unseren Anwalt.

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Artikel 5
   
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Die Anzeige wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingestellt. Ich harre gelassen der Dinge die kommen und freue mich auf die Fortsetzung dieser spannenden Serie....

Das Strafverfahren wird eingestellt

Inzwischen wurde das Strafverfahren aus Mangel an Öffentlichen Interesse eingestellt...

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Donnerstag, 5. April 2012

Absolut richtig Herr Grass

Was ich dem Gedicht von Günter Grass entnehme kann man so ausdrücken.

Ich kann nicht dem einen mit Krieg drohen weil er eine Atombombe bauen könnte, während man den anderen mit mobilen Abschussrampen für seine Atomraketen versorgt.

Das wäre Heuchelei. Aber genau das tun wir. Günther Grass hat absolut recht.

Wenn ich die bekannten Aussagen des iranischen Präsidenten mit weniger bekannten Aussagen des israelischen Außenministers vergleiche, kann ich vom inhaltlichen wie vom moralischen Standpunkt keinen Unterschied feststellen.

Geil. Nicht nur das wir die mobilen Abschussrampen für Atomraketen für Israel liefern, wir bezahlen sie sogar. Mit schlappen 135 Mio. EUR.

Jedem Diktator seinen (französischen) Atomreaktor

Frankreich lieferte Saddam Hussein einen Atomreaktor frei Haus, und wollte 30 Jahre später Muammar al-Gaddafi den nächsten liefern.

Wenn ich mir die Herren so anschaue......


 Verantwortlich für Lockerbie und La Belle Attentate

Verantwortlich für Halabdscha Gift-Gas Massaker
Die 3 (ehemaligen) Vorsitzenden des "Fan-Clubs Israel"

dann fällt mir jetzt kein Grund ein, warum wir Saddam und Gaddafi den Atomreaktor frei Haus liefern, während wir Ahmadinedschad boykottieren und mit Krieg drohen, wenn er selbst einen baut.

Das wäre Heuchelei. Aber genau das tun wir. Günter Grass hat absolut recht.

Hinter jedem Busch ein islamistischer Al-Qaida Atombombenterrorist

Der gesamte Westen ist völlig in der islamophoben Schockstarre gefangen. Deswegen erfolgen die Reaktionen auch nur noch stereotypisch und völlig unreflektiert.


Selbst einer der Größen der Deutschen Presse wie Herr Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ muss bei dem Gedicht "mit dem Schraubenzieher nachschauen" um eine "eine ziemlich bestürzende Umkehrung westdeutscher Nachkriegsdiskurse" zu finden.

So stellt er gleich in der Überschrift fest:

"Das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass ist ein Dokument der Rache. Eine Interpretation."

Ein Dokument der Rache? Bitte? Welches Gedicht haben Sie gelesen Herr Schirrmacher?

Im Gedicht heißt es an einer Stelle "an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind"

Dazu stellt Herr Schirrmacher folgendes fest: "Im semantischen Kontext dieses Gedichts raubt er sich das Wort „Überlebende“ und damit die moralische Autorität der überlebenden Verfolgten des Dritten Reichs."

Was sagt er? Nur die überlebenden Verfolgten des dritten Reiches haben die moralische Autorität über das Wort "überleben"? Und über das dritte Reich verliert das Gedicht kein Wort. Schwachsinn Herr Schirrmacher.

Und besser wird es nicht.

"Mehr noch, er spielt fast wörtlich auf die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht vom 9.November 2008 an, auf der Charlotte Knobloch davor warnte, dass die Opfer des Holocaust zu „Fußnoten der Geschichte“ werden könnten."

Wow. Wenn es für die Benutzung des Begriffs "Fußnoten" keine andere Erklärung gibt als die Rede von Frau Knobloch von vor 4 Jahren, dann Hut ab Herr Schirrmacher. Herr Schirrmacher ist entweder ein Genie oder ein Idiot.

Insgesamt ist dennoch dieses raumgeschraube in den Worten doch nur erbärmlich und für den Herausgeber einer angesehenen Tageszeitung absolut unwürdig. Immerhin erkennt er es selbst.

"Hat man das Gedicht so weit auseinandergeschraubt, bekommt man es nie wieder zusammen." Das war immerhin das einzig Richtige was ich Ihrer "Interpretation" entnehmen konnte.

Günter Grass hat wieder Recht. Keiner konzentriert sich auf den Inhalt. Da steht ganz einfach:

"Es droht ein Krieg und diesmal mit realen Massenvernichtungswaffen. Und wir Deutsche haben in diesem Punkt eine besondere Verantwortung den Mund aufzumachen."

Nicht mehr nicht weniger Herr Schirrmacher. Nur muss man auch die Eier haben eine solche Position zu vertreten. Und da bleibt am Ende offensichtlich nur Herr Grass übrig.

Donnerstag, 29. März 2012

Abzocke in "der Autowerkstatt" Bodenheim Teil 1

Update: Herr Gottschalk hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Aus dem Grund suche ich nach nach weiteren Betroffenen, egal ob Kunde oder (ehemaliger) Angestellter, dem es in der Autowerkstatt ähnlich ergangen ist. Ob man als Zeuge zur Verfügung stehen möchte oder mir einfach nur seine Rechnungen überlassen möchte kann jeder selbst entscheiden. Auch wer gute Erfahrungen gemacht hat, kann das gerne mitteilen.

 Email: autowerkstatt-bodenheim@gmx.de

Mein Auto musste in die Werkstatt für Inspektion, Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung. Der Wagen war rund 10 Jahre alt, hatte knapp 200.000km runter und sollte nach der Erneuerung des TÜV verkauft werden. Vorsichtshalber ließ ich mir dafür einen Kostenvorschlag von "der Autowerkstatt" im Kümmerling in Bodenheim machen. Den fand ich im Rahmen dessen, was ich erwartet hatte. Nachdem ich den Wagen dann in der Werkstatt abgeben hatte, rief mich die Autowerkstatt an und teilte mit, dass die Bremsen erneuert werden sollten. Das bedeutet für mich: Die Bremsbeläge müssen erneuert werden. Dem stimmte ich zu in dem Wissen, dass eine Erneuerung der Bremsbeläge maximal um die 500-600 EUR kostet.
Das Böse erwachen kam dann beim Abholen. Statt wie erwartet maximal 1000 EUR, standen über 1900 EUR auf der Rechnung. Wenige Monate nach der Reparatur habe ich den Wagen für 2500 EUR verkauft. Da der Wert des Fahrzeugs mit fast abgelaufenem TÜV niedriger war, war der Wagen zum Zeitpunkt der Reparatur ein wirtschaftlicher Totalschaden. Wären mir die also Kosten von Anfang an bekannt gewesen hätte ich einer derart aufwendigen Reparatur niemals zugestimmt, sondern den Wagen einfach so wie er war für 1000 EUR verhökert. Und was ein Auto wert ist, weiß ein Autohändler und Reparaturbetrieb, wie der von Herrn Gottschalk mit Sicherheit besser als ich. Von einem seriösen Betrieb würde ich an dieser Stelle erwarten, dass man mich auf den wirtschaftlichen Totalschaden hinweist und von der Reparatur aus Kostengründen abrät.
Daher war meine Überraschung mindestens so hoch wie die Rechnung. Und diese wollte ich mir  nun mal vom Chef in Person von Mark Gottschalk persönlich erklären lassen. Insbesondere interessierte mich wie man auf fast 600 EUR reine Arbeitskosten kam. Im Vergleich zum Kostenvoranschlag entfallen 5 Zeitstunden nur auf die Bremse. 1,25 Stunden pro Bremse! Mit der gleichen Ausstattung wie in der Werkstatt würde ich wetten, dass ich das in der halben Zeit schaffe und ich bin kein Automechaniker.
Als Antwort bekam ich jedoch meiner Meinung nach eine Beleidigung in Form in einer Pseudofrage:

"Können Sie lesen?" 

Dabei zeigte er stumpf auf die Rechnung.
Ich antwortete "Ich schon und

ich kann sogar rechnen!

1400 EUR für neue Bremsen ist wohl ein Witz." Darauf steckte er den Schlüssel wieder ein und erklärte mir dass der Wagen solange auf dem Gelände bleibe, bis die Rechnung bezahlt sei.

Ich habe die Sache jetzt dem Anwalt übergeben. Ob jemand eine Werkstatt braucht, die ohne eine einzigen Hinweis die Kosten gegenüber einem Kostenvoranschlag mal eben vervierfacht muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich finde "die Autowerkstatt" und deren Inhaber in höchstem Maße unseriös.

Update: Ich habe inzwischen mit einigen Leuten gesprochen. Einer älteren Frau aus der Nachbarschaft (siehe unten "Die rasende Rentnerin"), die Ihr Auto kaum nutzt, hat er ebenfalls mehrfach "die Bremsen" gewechselt. Sehr häufig inklusive neuer Bremsscheiben und im Preis ähnlich wie in diesem Fall.
Meiner persönlichen Meinung nach ist das einfach mindestens dreiste Abzockerei, wahrscheinlich aber eher schlicht und ergreifend Betrug.

Rechtliche Lage

Ich habe inzwischen mit meinem Anwalt gesprochen und leider habe ich keine gute Karten. Dadurch, dass ich die Rechnung bezahlt habe, kehrt sich die Beweislast um. D.h. wenn ich jetzt Klage, muss ich beweisen, dass der Wechsel der Bremsen nicht berechtigt war. Das ist so gut wie unmöglich.

Daher mein Tip:


Auf gar keinen Fall die Rechnung bezahlen, sondern die Polizei einschalten. Ist die Rechnung nicht bezahlt, muss er im Gerichtsverfahren nachweisen, dass angebliche Leistung tatsächlich erbracht wurde und diese auch so in Auftrag gegeben wurde. Das dürfte der Autowerkstatt in vielen Fällen schwerfallen. Lassen Sie sich die Beweise, d.h. alle ausgebauten Teile mitgeben. Weigert er sich hält er Beweise zurück. D.h. Polizei einschalten. Alternativ holen Sie den Ersatzschlüssel und fahren sie Ihr Auto einfach vom Hof.


Der Kostenvoranschlag: Auf das Bild klicken für größere Darstellung

Die Rechnung: Auf das Bild klicken für größere Darstellung

Das Autohaus Karl und Co

Ich habe gerade mal beim  Autohaus Karl und Co angerufen und gefragt in welchem Intervall normalerweise Bremsscheiben und Bremsklötze gewechselt werden.

Die Antwort: Das hängt von der Fahrweise ab. Allerdings rechnet man bei den Bremsklötzen mit einer Lebensdauer von rund 30.000 Kilometer. Bei den Scheiben rechnet man mit einer Lebensdauer von rund 90.000 Kilometern. D.h. pro Bremsscheibensatz (mit dem immer auch die Klötze getauscht werden) werden rund 2 mal die Klötze gewechselt, bevor man die Scheiben wieder erneuert.

Die rasende Rentnerin

Der Wagen einer Rentnerin mit Schwerbeschädigtenausweis. Jahreskilometerleistung rund 9-10.000 km. Alle Rechnungen sind vom selben Fahrzeug.

Schon bei rund 67.000 Kilometern erfolgt im Jahr 2006 in der Autowerkstatt Gottschalk der erste vollständige Wechsel aller Bremsscheiben und Bremsklötze.

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Arbeitszeit für den Bremswechsel: 1h 50 Minuten. Bei mir wurde für die ähnliche Leistung sogar rund 5h in Rechnung gestellt.

Nur 28.000 Kilometer später werden erneut vorne die Scheiben und Bremsklötze gewechselt. Aber vielleicht ist das nur ein "Versehen" oder eine beschädigte Bremsscheibe....

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Aber leider nein, denn nur 4.000 Kilometer werden auch hinten Scheiben und Beläge ausgetauscht...

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Aber vielleicht war auch das alles nur ein Zufall. Vielleicht rast unsere schwer-beschädigte Rentnerin tatsächlich wie Schumi um die Ecken, vielleicht war das Fahrzeug besonders anfällig mit den Bremsen, vielleicht gab es vor Ihrem Haus Bremsen fressende Insekten, oder vielleicht verwechselt unsere rasende Rentnerin permanent die Bremse mit dem Gaspedal.....

2012 verkauft die Rentnerin das Fahrzeug und kauft sich einen neueres gebrauchtes Fahrzeug mit einem Tachostand von ca 43.000km. Beim ersten Reifenwechsel werden die Bremsen zwar nicht ausgetauscht aber auf der Rechnung wird schon mal vermerkt: "Hinweis: Bremsscheiben + Klötze vorne fällig".

Leider ist der Kilometerstand nicht ordnungsgemäß auf der Rechnung vermerkt.

Aber geschätzt hatte die Rentnerin mit dem Wagen erst ca. 2000km selbst zurückgelegt.

Der Kilometerstand somit dem Zeitpunkt: ca. 45.000

Ein Schelm wer Böses dabei denkt....

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Mittlerweile misstrauisch geworden, nahm die rasenende Rentnerin die Empfehlung zum Bremsscheibenwechsel zum Anlass, die Aussage in einer anderen Werkstatt überprüfen zu lassen. Dort kam man zu dem Schluss, dass ein Bremsscheibenwechsel nicht notwendig sei. Daraufhin hat unsere rasende Rentnerin das Kundenverhältnis mit der Autowerkstatt Gottschalk bis zu heutigen Tag beendet.

Montag, 23. Mai 2011

Abzocke bei Shaiya - einem kostenlosen Onlinerollenspiel im Selbstversuch

Die ganze Welt ist vernetzt und alles ist dadurch besser, schneller, schöner und toller oder so.

Das gleiche Phänomen hat natürlich auch vor der Entwicklung der Computerspiele nicht halt gemacht und gerade im Bereich MMORPG hat World of Warcraft doch Standards gesetzt und viele andere wollten natürlich von dem Kuchen etwas abhaben.

Mittlerwelle gibt es zwei Arten an Spielen. Die mit monatlichem Abo und "kostenlosen".

Für meinen ersten Versuch mit dem Genre entschied ich mich für eine "kostenlose" Variante, immerhin habe ich einen Job, Freunde und ein Privatleben und möchte nicht mein Leben in der virtuellen Welt verbringen, da kommt "kostenlos" doch sehr gelegen.

Auf Grund mehrere Anzeigen und Berichte wurde ich auf Shaiya aufmerksam, welches als beste kostenlose Online Rolenspiel proklamiert wurde.

Also mal schnell ein paar GB runtergeladen und angefangen. Wieso viele Spiele muss man sich hier für eine von 2 Seiten entscheiden und kann sich eine von 5 Charakterklassen aussuchen. Neben dem PVE steht hier auch das PVP, sprich die andere Seite vermöbeln im Vordergrund, aber dazu später mehr.

Interessant ist es, dass es verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt. Normal, hier geht’s nur bis Level 30 von 60 und verschiedene Skills stehen nicht zur Verfügung spielt eigentlich keiner. Hard, hier geht’s bis Level 60 und die Punkt die man pro Level-Up bekommt um sie auf seine Attribute zu verteilen sind mehr als bei "normal" und mehr Skills stehen auch zur Verfügung. Stirbt ein Spieler so kann es sein, das er Erfahrungspunkte verliert, es sei denn er kauft sich einen Schutz dagegen. Entweder für ein paar Millionen Ingame Gold oder aber gegen Aeria Points (AP), hierfür muss allerdings erst mal richtiges Cash aufgeladen werden.
Der höchste Schwierigkeitsgrad "Ultimativ" liefert noch mehr Punkte fürs Level-UP und unique Skills, hat allerdings den entscheidenden Nachteil das der Charakter gänzlich tot ist, sollte er ein Mal sterben. Dagegen gibs dann wiederum Runen, richtig :) gegen Mio Ingame Gold oder AP. Hier sollte man wissen, dass eine 30 Tage Rune ohne Promotionrabatt ca. 40-50 Euro kostet und schon wird das Spiel nicht mehr "kostenlos".
Spielt man allerdings nicht die Schwierigkeitsklasse ultimativ, kann man das Spiel auch gleich sein lassen, weil die Nachteile dann so gravierend sind, dass man nicht den Hauch einer Chance hat.

Das Thema Ausrüstung und Equipment ist eine weitere tragende Säule. Unterschiedliche Waffen und Rüstungen wollen gefunden / gekauft werden und verbessert werden. Zum Verbessern gibt es Lapis und Lapisas.
Lapis gibt es in unterschiedlichen Stufen 1-6 und treten in unterschiedlichen Häufigkeiten auf. Jede Stufe hat eine andere Wahrscheinlichkeit bei der Kopplung mit der Ausrüstung kaputt zu gehen oder nicht. Je höher die Stufe um so höher das Upgrade an z.B. Stärke, Geschicklichkeit etc, aber desto kleiner die Wahrscheinlichkeit das die Sockelung auch klappt. Aber dafür gibt es ja wieder Kopplungshämmer, welche die Wahrscheinlich auf dem Papier erhöhen. Allerdings kosten diese wiederum Gold oder AP. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeiten sind allerdings total intransparent und haben mit den angezeigten Wahrscheinlichkeiten mal so gar nichts gemein!

Die Endrüstungen und -waffen werden kann man nur durch das Erlegen bestimmter Bosse bekommen. Diese werden aber systematisch von der ersten große Gilde auf dem jedem Server abgefarmt und in der Regel für sich behalten. Ohne dieses Equipment ist ein fairer Konkurrenzkampf also nicht möglich. Der ein oder andere lässt sich dann doch dazu hinreißen höherer Geldbeträge springen zu lassen, um an diese virtuellen Güter ranzukommen. Dies ist eigentlich verboten, aber da gewisse Personen und Gilden in den Augen des Betreibers Aeria Games einen Sonderstatus genießen, wird das nur gelegentlich tatsächlich verfolgt.

Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten in dem Spiel erfolgreich zu sein.

1. Ich investiere meine ganze Zeit in das Spiel, schließe mich ein großen Gilde an und denke ich bin der König nur weil ich täglich bis zu 18h vor dem PC sitze, nachts aufstehe um auf Bosse zu warte und mein reales Leben total vernachlässige

2. Indem ich einen Haufen Geld in das beste "kostenlose" Onlinerollenspiel investiere

Anfangs war es für einen normalarbeiteten Spieler noch möglich mit vernünftigem Aufwand alles nötige Ingame zu erspielen. Da dies natürlich nicht Sinn der Sache aus der Perspektive der Betreiber des Spiels ist wurden dann die Daumenschrauben angelegt. Der Wechselkurs Echtgeld gegen Aeria Points wurde immer weiter verschlechtert (Dollarentwicklung und so :)). Promotions wurden zurückgefahren und ruck zuck hatte man binnen 3-4 Monaten Preissteigerungen von gut und gerne 400%. Das Ingamegold war quasi nichts mehr wert und damit wurde der Zwang entweder 18h pro Tag zu spielen oder eben Geld aufzuladen erhöht.

Für ein 30 Tages Rundumpaket müsste man ca. 60-70 € investieren, nur um den Charakter am Leben zu erhalten, da hat man noch nichts in die Verbesserungen gesteckt. Findige Pomotions so genannte Staffelkäufe gab es auch von Zeit zu Zeit. Je mehr man hier Ausgab umso mehr Sachen gab es umsonst. Zur vollständigen Teilnahme in der höchsten Stufe mussten eben mal gute 130 - 140 € umgesetzt werden.

An dem Punkt muss man sich mal vor Augen halten wer dieses Spiel überhaupt spielt bzw. zu was es geworden ist. Anfänglich hat es super Spaß gemacht und das gemeinsame entdecken stand im Vordergrund. Allerdings wurde vielen Gelegenheitsspielern mit funktionierendem Reallife schnell klar, dass das Spiel für sie nicht funktionieren kann, weil es entweder zu viel Zeit beansprucht oder zu viel Geld. Also verließ die gesunde, intelligente sich fehlerfrei artikulierende Mittelschicht nach und nach das Spiel, aber wer bleibt da noch übrig?

Zum Einen hätten wir da die debilen Freunde von der Hartz 4 Front (Großteil der Spielgemeinschaft). Hier ist es gar kein Problem pro Tag 18h zu sämtlichen Tag und Nachtzeiten in das Spiel zu stecken. Strom und Internet zahlt ja das Amt. Diese Menschen bietet sich hier auch eine hervorragende Möglichkeit der Realität zu entfliehen. In der virtuellen Welt können sie groß, mächtig und erfolgreich sein, wohingegen die Realität doch eher trostlos ist. Auch hier sind mir genügend Fälle untergekommen von Leuten die lieber 2 Wochen nichts Gescheites oder stellenweise gar nichts essen, nur um ein paar Euro in APs tauschen zu können.

Eine zweite weit verbreitete Zielgruppe sind tatsächlich Mütter. Hier sollte man meinen, dass diese eigentlich ausgelastet sind, aber Erziehung läuft hier ein bisschen anders. Wenn Mutter mal eben einen Boss erlegt, muss das kleine Kind mal warten. Da ganze auch ein bisschen dauern kann, konnte man im Team Speak die "Erziehungsmaßnahmen" munter mitbekommen. Hier werden die Kinder einfach sich selbst überlassen und ggf. angebrüllt. Verkehrte Welt könnte man meinen, aber auch hier fliehen die Mütter von einer trostlosen anmutenden Realität in der sie überfordert sind in eine virtuelle Scheinwelt.

Der dritte große Kreis sind „Langzeitstudenten“, allerdings studieren diese tatsächlich nur auf dem Papier, weil Studium und Dauerzocken so total doof miteinander zu vereinbaren sind und bevor ich mich in der Realität anstrenge, flüchte ich doch lieber in die virtuelle Welt, da kann man mit weniger Aufwand erfolgreich sein.

Eine kleiner Gruppe sind noch die Schüler. Eigentlich sollte das Spiel erst ab 16 sein, aber Aeria sieht hier großzügig drüber weg, da die Schüler auch mal gerne ihr Geburtstagsgeld oder Taschengeld ins Spiel stecken. Seitens Aeria ist man hier sehr "umsatzorientiert"

Unter dem Strich wird Shaiya domminiert von Menschen die in erster Linie aus ihrer trostlosen Realität flüchten und nicht unbedingt zur geistigen Elite des Landes gehören. Das merkt man auch sehr schnell bei den ständigen Pöbeleien die mitunter auf Grund der hohen Anzahl an Rechtsschreibfehlern schwer zu interpretieren sind. Man hat ja allgemein das Gefühl das die Menschen da draußen nicht intelligenter werden, aber was hier geballt auf einen niederprasselt macht manchmal sprachlos aber eigentlich immer aggressiv. Die Dummheit kennt hier definitiv keine Grenzen und wenn man nicht das Glück hat wenigstens 2-3 "normale" Menschen zu finden, kann man sich gleich die virtuelle Kugel geben, das hält kein durchschnittsintelligenter Mensch aus.....

Neben den nicht sonderlich rosigen Grundvoraussetzungen tut Aeria in Form seiner Mitarbeiter auch GMs genannt sein übriges um jeden aufkeimenden Spielspaß zu vernichten. Wie gesagt die Grundtendenz ist, entweder 18h pro Tag spielen oder jeden Monat 100 € oder mehr investieren um kompetitiv zu bleiben.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei allerdings die Gleichheit der Gleichen. Seitens Aeria findet eine immense Bevorteilung bestimmter Gilden und Personen statt. Ein schönes Beispiel ist das Thema Hacks. Durch Zusatzprogramme kann man sich hier gewisse Vorteile (größere Reichweite, schneller laufen, Berge hochrennen etc.) erstellen. Diese Hacks sind eigentlich verboten, werden jedoch bei bestimmten Personen geduldet, obwohl hier massenweise Videos und Beschwerden vorliegen. Sowas wird seitens der GMs gerne mal ignoriert. Im Gegenteil, versucht man bestimmte "bevorteilte" Spieler an den Pranger zu stellen, muss man mit den Konsequenzen seitens der GMs fürchten. Hier werden auch mal Informationen an die an den Pranger gestellten Spieler weitergeleitet wer sie angezeigt hat und schon hat man viele "Freunde" und findet sich mit 20-30 pöbelnden Neandertalern konfrontiert.
Ein anderes Beispiel ist die allgemeine Informationspolitik. Aeria ist natürlich daran interessiert das man nie fertig ist mit seinem Equipment. Deswegen gibt es in regelmäßigen Abständen immer wieder neuere und bessere Sachen die einen dazu zwingen wieder Geld zu investieren. Die Kenntnis darüber wann welche neuen Gegenstände neu erscheinen ist dabei elementar wichtig. Mit Verfügbarkeit der neuen Items verlieren die älteren natürlich massiv an Wert. Hier werden manche wenige Gilden die viel Umsatz bringen natürlich vorab informiert bevor es Neuigkeiten gibt. Gerüchteweise ist auch von massiven Rabatten bis hin zu Gratisitems für manche Gilden die Rede.
Aeria tut also alles damit das Spiel alles ist außer ausgeglichen zu sein. Spieler die das Spiel und die Geschäftsgebaren durchschauen werden versucht aus dem Spiel zu drängen. Schließlich will man keine Spieler die den anderen die Augen öffnen :)

Unter dem Strich muss man sagen, dass der Service (ok eigentlich dürfte man nicht einen Satz mit Shaiya, Aeria und Service bilden) total katastrophal ist. Manche Anfragen werden nie beantwortet. Manche brauchen mehrere Wochen, kompetente Antworten gibt es nie. Hilfe bekommt man eigentlich gar keine, wenn man nicht zur den bevorzugten Spielern gehört. Darüber hinaus zerstört Aeria unter anderem durch die massive Bevorteilung gewisser Spieler das komplette Spiel, aber auch die Umsatzgier. Ein schönes Beispiel hierfür sind die sogenannten Fraktionswechsel. Normalerweise kann ich meinen Charakter nicht auf die jeweils andere Seite transferieren, sondern müsste komplett von vorne anfangen. Da die beiden Seiten allerdings meist unausgeglichen sind was ihre Stärke angeht und damit jeglicher Spielspaß flöten geht, gibt es die Fraktionswechsel. Damit soll es dann einen Stärkeausgleich von der stärkeren Fraktion in die Schwächere geben. Allerdings haut Aeria immer so viele Fraktionswechsel (Preis ca. 50€) raus, dass das Verhältnis ständig von der einen auf die andere Seite kippt. Macht ja nichts, dann gibs halt ein paar Monate später wieder die Möglichkeit zurück zu wechseln, wiederum für 50€.

Ein ganz großes Thema ist auch die Zensur im spieleigenen Forum. Hier ist es Gang und Gebe das kritische Posts innerhalb kürzester Zeit einfach gelöscht werden und jeder Verweis darauf wird unter Androhung von Bannung des Charakters geahndet. Das Spiel ist ein total rechtsfreier Raum, dessen sollte man sich unbedingt bewusst sein!

Aeria geht sogar so weit das sie Straftaten decken. Thema ist hier das sogenannte hacken und ausschlachten von Accounts. Aeria wurde mehrmals darauf hingewiesen, das es Hacker erleichtert die Accounts zu knacken, wenn der Accountname unter Posts im Forum zu lesen ist. Habe ich den Accountnamen brauche ich nur noch das Passwort zu knacken. In anderen Spielen ist es so, dass der Accountname nicht im Forum veröffentlich wird, sondern dort noch mal ein eigener Name vergeben werden kann. Dies erschwert das Hacken natürlich massiv. Aeria ist den Aufforderungen diesen Missstand auszuräumen allerdings nie nachgekommen, also werden munter Accounts gehackt. Software zum Knacken der Passwörter gibt es ja zu Hauf. Macht man Aeria nun auf das Hacken des Accounts aufmerksam und liefert so gar hilfreiche Tipps welche die Ergreifung des Täters erleichtern, merkt man sehr schnell die Gleichheit der Gleichen Regel kennen. Gehört man nicht zu den bevorzugten Spielern, sondern im Gegenteil noch zu den kritisch beäugten Spieler, da man in der Vergangenheit zu oft auf Missstände hingewiesen hat, passiert folgendes:

Der Account wurde gehackt und verschiedene Items und Ausrüstungsgegenstände wurden auf dem Markt anderen Spielern angeboten. Also macht man Bilder von den Gegenständen per Screenshot und schreibt ein Ticket/Email an die GMs mit dem Betreff „Account wurde gehackt Items werden aktuell gerade verkauft“. Das sollte ja, ein gewissen Servicegedanken vorausgesetzt zu einem schnellen Eingreifen animieren. Dazu schreibt man eine lange Email und erläutert nachvollziehbar wann welcher Gegenstand der nun geklaut wurde erstanden wurde wie lange er schon im Besitz war. Eine schnelle Reaktion vorausgesetzt, wäre es kein Problem gewesen einfach zu schauen wer die Gegenstände von den Charakteren geklaut und zum Verkauf angeboten hat und das Thema wäre erledigt gewesen.
Nach EINER Woche erhält man dann eine Email mit der Bitte genau zu erläutern welche Charaktere betroffen sind und welche Items verschwunden sind. Öhm genau das wurde doch vor einer Woche schon geschrieben, merke GMs können oder wollen nicht lesen. Eine Woche später wird es nicht einfacher den Täter auf die Spur zu kommen und da hier Gegenstände im Wert mehrerer hundert Euro verschwunden sind, ist das auch keine Bagatelle. Also macht man die GMs freundlich noch mal darauf aufmerksam das sie doch einfach mal die Mail von vor EINER Woche lesen sollten. Irgendwann kommt dann eine Antwort das Aeria nichts machen könne, da ja mehrere IP Adressen auf den Account zugegriffen haben, was ja bedeutet das man seine Accountdaten weitergegeben hat (was verboten ist laut Aeria)muss und daher sehen sie keinen Handlungsbedarf.

Hmm wenn jemand einen Account hackt, ist es nicht verwunderlich wenn dann eine andere IP Adresse auf den Account zugreift. Außerdem wäre auch durchaus möglich, dass man ja selbst von unterschiedlichen Rechnern auf seinen eigenen Account zugreifen kann, was auch unterschiedliche IP Adressen bedeuten würde. Hier wird schnell die Inkompetenz der GMs ersichtlich bzw. der absolute Wille nicht helfen zu wollen und lieber eine Straftat zu decken.

Ich kann hier nicht für alle MMORPGs sprechen, aber nach meinen Erfahrungen und denen die mir übermittelt wurden, muss ich doch eindringlich davor warnen Shaiya zu spielen. Es sei denn ich gehöre zur der debilen Hartz 4 oder der überforderten Muttergesellschaft.

Am Ende ist Shaiya nämlich nur eins – die pure Abzocke mit einem unglaublich schlechten Service und völlig ungerechter Behandlung einzelner Spieler!

Update 20.08.2012:
Wie ich gerade erfahren habe, ist das Ende wohl absehbar. Aus den bisher bestehenden 3 Servern wird/wurde nun einer gemacht. Die Zugriffe auf diese super tolle, geniale Game sind scheinbar nicht gerade mehr geworden :). Das Zusammenlegen ist sehr hilfreich, wenn nun die besten Spieler von Aurora mit mehr als 300k Kills auf die besten von Cryptica (oder wie immer der Server heißt) mit 8k Kills treffen, ist das bestimmt ein riesen Spaß für beide Seiten. Alles in Allem ein verzweifelter Versuch wenigstens die Gamer von Aurora bei Laune zu halten. Nice try :)
An dieser Stelle sage ich schon mal Tschüss Shaiya, war schön dich gekannt zu haben, ich werde dich nicht vermissen :)

Freitag, 24. Dezember 2010

Das Problem der Emanzipation in Deutschland

Das Bundeszentrale für politische Bildung (interessant, was wir alles so haben...) definiert den Begriff wie folgt.


"(lat.) E. bezeichnet einen Prozess der Befreiung aus Abhängigkeit und Unmündigkeit sowie der Verwirklichung der Selbstbestimmung, einem zentralen Ziel demokratischer Gesellschaften. Der Begriff wird oft im Zusammenhang mit der Unterprivilegierung gesellschaftlicher Gruppen (z.B. Frauen-E.) oder politischer Gemeinwesen (z.B. E. der Dritten Welt) verwendet. "

Das wir uns gerne als Vorzeigedemokratie verstehen ist also die Emanzipation ein grundlegendes Ziel der deutschen Gesellschaft.

In Schlagworten bedeutet Emanzipation also Befreiung, Gleichheit, Gleichberechtigung

Wie ist der Stand der Emanzipation in Deutschland?

Den Stand der Emanzipation in Deutschland zu bestimmen ist denkbar einfach....

Der Emanzipationslackmustest

Stellen wir uns folgende Situation vor:

Ein großer Saal mit 50.000 Menschen. Eine Hälfte Weiblein und eine Hälfte Männlein.

Jetzt stellst Du Dich vor die versammelte Gesellschaft und sagst:

"Alle Männer sind Scheißkerle......"

zu diesem Zeitpunkt wird die männliche Hälfte gar nichts sagen (das hat er schließlich schon oft zu hören bekommen), während die weibliche Hälfte durch heftiges Nicken und Kichern ausdrückliche Zustimmung signalisiert.

"und alle Frauen sind Schlampen."

Jetzt wird es spannend. Nach 3 Sekunden der Stille in der ein jeder überlegt hat, ob dieser Satz tatsächlich gefallen ist, geht jetzt ein Raunen und Zischen geht durch die Reihen. Die männliche Hälfte mit weiblicher Begleitung wird jetzt immer noch nichts sagen. Vereinzelt ist jetzt aber bei den Männern Unbehagen zu beobachten, welches sich durch nervöses rumrutschen und vereinzelte Schweißausbrüche äußert. Den wütenden Blick ihrer Frauen beantworten sie mit einem Schulterzucken und dem verzweifelten Versuch Empörung zu mimen. Bei den Frauen hat sich anfängliche Heiterkeit schlagartig verflüchtigt, und wir können zahlreiche rote Gesichter wie wütende Gesichtsausdrücke beobachten. Die Singles unter den Männer leisten sich ein vereinzeltes leises Kichern.

Und jetzt stellen wir die Frage, ob wir das Ziel einer emanzipierten Gesellschaft erreicht haben.

Anhand der beschriebenen Reaktionen liegt die Antwort auf der Hand. Die Antwort lautet:
Nein, wir sind wir in Deutschland längst überemanzipiert. Wenn wir davon ausgehen wollen, dass wir aus dem Zeitalter des Patriarchats gekommen sind so leben wir heute im Zeitalter des Matriarchats.

Welche Indikatoren gibt es sonst noch für diese These?

Emanzipierte Frauen haben keine Stimmungsschwankungen mehr....

Schönes Beispiel. Jeder weiß, das Frauen einmal im Monat ihre Periode haben, welche mit starken Schwankungen im Hormonhaushalt einhergehen. Bei der Mehrheit der Frauen auf diesem Planeten führt das zu teilweise starken Stimmungsschwankungen. Der Himmel ist blau, das Wasser ist nass und viele Frauen haben mindestens einmal im Monat Stimmungsschwankungen. Was in anderen Kulturkreisen von keiner Frau geleugnet wird, gibt es in Deutschland nicht mehr. So irrational ein weiblicher Gefühlsausbruch einer Frau auch sein mag, niemand würde es Deutschland auch nur zu denken wagen, die Frau könnte eine hormonbedingte Stimmungsschwankung haben. Die Evolution scheint sich bei den Frauen analog zum Emanzipationsgrad sprunghaft zu entwickeln. Eine nahezu sensationelle Erkenntnis, wie ich meine, da sie Darwins Evolutionstheorie glatt widerlegt.

Zickenterror

Da deutsche Frauen ihre Stimmungsschwankungen wegemanzipiert haben, sind sie der Meinung, dass Sie ihre Stimmungen jetzt unkontrolliert an die ihre Umwelt abgeben können.
Lasst es mich so ausdrücken. Frauen, die auf einem spätpubertären Stand stehen geblieben sind, sind im täglichen Leben schwer auszuhalten und während Ihrer Periode absolut unerträglich. Ich bin der Meinung, dass der Mann hier einen wichtigen Beitrag leisten könnte, wenn er einfach mal auf den Tisch haut, wenn der Zickenterror mal wieder überhand nimmt. Ich persönlich habe positive Erfahrungen damit gemacht. Zu dumm nur, dass das männliche Idealbild in Deutschland der Softie ist, in dessen Repertoire eine solche Handlungsweise unter keinen Umständen vorgesehen ist.....

Der deutsche Macho ist tot

Schon das Wort "Macho" hat einen Stellenwert, der irgendwo in der Region zwischen "Arsch" und "Rassist" angesiedelt ist. Offiziell verabscheut die emanzipierte Frau den "Macho" zutiefst. Das eine erstaunlich große Anzahl von Frauen einem südeuropäischen Gigolo auf einfachste Weise auf den Leim geht, zeigt allerdings, dass die inoffizielle Bewertung nach wie vor eine andere zu sein scheint.

Das deutsche Idealmannparadoxon

Der Idealtyp der deutschen Frau ist nichts weiter als den "Softie im täglichen Leben, aber den Macho im Bett". Leider haben die meisten Frauen nicht begriffen, dass es sich hierbei um ein Paradoxon handelt. Ein anderes Beispiel für ein Paradoxon ist: "Aus der Erfahrung lernen wir, dass der Mensch aus Erfahrungen nicht lernt."
Andere Kulturkreise sehen dieses Verhältnis allerdings wieder ganz anders. Hier erwartet man von den Männern, dass sie männlich oder "Macho" sind. Als Softie gewinnt man hier keinen Blumentopf.

Emanzipierte Frauen sind unabhängig!

Unabhängig zu sein, bedeutet stets die Kontrolle zu behalten. Das Ideal der emanzipierten Frau ist es allerdings, die Unabhängigkeit der Männer noch zu toppen und den Männern ständig zu zeigen wie unabhängig und stark sie sind. Das wiederum bedeutet, dass die Unabhängigkeit für die emanzipierte Frau stets den höchsten Stellenwert hat. Die Beziehung ist defakto nachrangig. Und so rangiert der Stellenwert einer Beziehung oft nur noch wenig über dem eines neuen paar Schuhe, die man zur Not schnell ersetzen kann. Hauptsache man bleibt unabhängig.

Emanzipierte Frauen im Bett

wie ist eine unabhängige Frau, die stets die Kontrolle behält, im Bett? Genau. Eine absolute Katastrophe. Um es mal so auszudrücken. Wenn sich eine emanzipierte Frau für den Oralsex zu schade ist, dann fällt sie in in der Regel genau in diese Kategorie. Oralsex ist meiner Überzeugung nach ein elementarer Bestandteil der menschlichen Sexualität. Sex ohne Oralsex ist wie Brot ohne Butter. Trocken, Fade und ganz schnell langweilig. Darüber hinaus funktioniert es gerade bei den Frauen überhaupt nicht im Bett, solange Sie beim Sex versucht die Kontrolle zu behalten. Gut wird es immer erst dann, wenn sie loslässt, sich ganz dem Moment hingibt und dem Mann die Kontrolle überlässt. Wenn man sich den Körperbau von Mann und Frau mal anschaut, so erkenne zumindest ich hier so etwas wie eine natürliche Ordnung, die sich auch leider nicht so schnell wie die Stimmungsschwankungen wegemanzipieren lässt.

Bizarr

wie bizarr die Situation in Deutschland mittlerweile geworden ist, lässt sich an dem einfachen Sätzen ablesen:

"Du Macho"
"Du bist eine typische Frau"

Was vollkommen selbstverständlich ist, ist in Deutschland mittlerweile zu einer Beleidigung geworden. Das Wort "Frau" verstehen interessanterweise Frauen mittlerweile als eine eine Herabwürdigung, als etwas minderwertiges.

Ein anderes Beispiel ist der Satz von Mann zu Frau am besten in einer Gruppe von Männer und Frauen:

"Kannst Du mal bitte was kochen?"

Diesen Satz kann man heute kaum noch zu einer Frau sagen, ohne sich damit einen Faux pas zu leisten.

Das Leitbild der Frauen

da die emanzipierte Frau Ihr eigenes Geschlecht zur Beleidigung herabgestuft hat, bleibt ihr zur Orientierung nur noch ein Geschlecht übrig. Und so möchte die emanzipierte Frau von heute alles das machen, was die Männer machen und es so machen wie es die Männer machen. "Mehr Frauen ins Management". Ist doch ungerecht, dass die ganzen so tollen gut bezahlten bezahlen Managerjobs von Männern besetzt werden. Wie wäre es mit einer gesetzlichen Frauenquote?

Wer prägt das Frauenbild?

Das Frauenbild wird heute eindeutig von Frauen geprägt. Und zwar in Form von tausenden Frauenzeitschriften, die jeder Frau bis ins letzte Detail erklären was hip ist und was nicht.


Das Grundproblem der Emanzipation.

Bereits oben beschrieben wird Emanzipation heute als Gleichberechtigung und daraus abgeleitet als Gleichheit von Mann und Frau verstanden. Der letzte Schluss ist allerdings in meinen Augen ein verhängnisvoller Fehler. Denn aller Emanzipation zum Trotz bleibt nach wie vor festzustellen, dass Männer und Frauen tatsächlich höchst unterschiedlich veranlagt sind. Männer denken in deutlich einfacheren Strukturen (rationaler, zielorientierter) und sind emotional natürlich stabiler. Männer sind allerdings oft kompetitiv, d.h. statt eine Aufgabe gemeinsam zu lösen, gibt es mehr Einzelkämpfer. Dafür fällt es Männern in der Regel deutlich schwerer mit Emotionen umzugehen und diese zu zeigen.
Frauen hingegen denken oft wesentlich komplizierter und emotionaler. Aufgaben werden von Frauen wesentlich öfter in der Gruppe gelöst. Sie unterliegen Stimmungsschwankungen, dafür fällt Ihnen der Umgang mit Emotionen wesentlich einfacher.

Was bedeutet es z.B. als Manager zu arbeiten? Ein hohes Gehalt bedeutet: Du verkaufst deine Seele deinem Arbeitgeber. Ab einem Gehalt von 100.000 nimmt sich der Arbeitgeber jederzeit das Recht, dich auch in deiner privaten Zeit zu stören und erwartet permanente Erreichbarkeit. Darüber hinaus bekommen Manager auch knallharte Vorgaben, die sich nicht immer mit ethisch korrekten Handlungsweisen umsetzen lassen. Das Umfeld ist hochpolitisch. Nur wer in der richtigen Seilschaft ist, kommt weiter. Mit anderen Worten, man benötigt als Manager auch die Bereitschaft zu harten unethischen Entscheidungen und kompetitivem Handeln. Bei diesen Anforderungen, sind meiner Meinung nach in der Regel Männer wesentlich besser geeignet. Ich glaube auf die meisten Frauen dürfte der Berufsalltag eines Manager recht abschreckend wirken.
Das Managerposten daher überwiegend von Männern besetzt werden halte ich daher für absolut natürlich und das hohe Gehalt ist nicht unbedingt eine vollwertige Entschädigung für ein intaktes Privatleben.

Der falsche Fokus der emanzipierten Frauen

Statt sich permanent zu überlegen, was der Mann hat, wie viel der Mann hat, was der Mann macht, wie es der Mann macht, sollte sich die Frau viel mehr darauf konzentrieren, was sie selbst glücklich macht.

Das die emanzipierte Frau den Mann als Leitbild auserkoren hat ist ebenso sinnvoll, wie ein Flugzeug als Vorlage im Schiffsbau zu verwenden. Vollkommen schwachsinnig im Grunde genommen.

Das äußert sich in noch einem Punkt: Singlefrauen müssen sich und anderen permanent erzählen, wie toll es ist ein unabhängiger, eigenständiger weiblicher Single zu sein.

Die Folgen

Deutsche Frauen werden immer mehr wie Männer. Viele sind cool, unnahbar, einsam, lachen wenig, sehen oft unzufrieden aus, sind aggressiv und kampflustig, und geben nie die Kontrolle ab. Die Männer hingegen passen sich an. Werden weicher, versuchen so zu tun als würden sie Stimmungschwankungen Ihrer Frauen verstehen, lernen Kochen und putzen.
Wir wechseln immer mehr die Rollen, die allerdings im krassen Widerspruch zu unseren natürlichen Veranlagungen stehen.
Zwangsläufig verliert so das andere Geschlecht an Attraktivität.
Denn "Männer", und ich rede hier jetzt nicht von der Softiefraktion wollen "Frauen", die sich hingeben können, und keine Männer mit Titten.
Frauen hingegen wollen in der Regel eher einen markanten Mann, der sie "beschützen" kann, statt einen "Ja, Schatz" brabbelnden Waschlappen, der der Frau dumpf hinterher trottet, oder?

Durch den Rollentausch hat die Emanzipation in unserem Fall dazu geführt, dass weder Frauen noch Männer so richtig glücklich sind.

Die Lösung

Wir sollten dazu übergehen den Begriff der Emanzipation neu zu definieren. Ich bin absolut dafür, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben. Männer und Frauen sind allerdings alles andere als gleich und so bedeutet Emanzipation für mich, dass sich Frauen und Männer an Ihren Stärken und Schwächen orientieren sollten, statt hier alleine den Mann zum Leitbild zu erheben. Ein simples Beispiel könnte z.B. ein zweiter Fernseher in der Wohnung sein. Dann kann der Mann Fußball oder seinen Actionfilm sehen, wohingegen die Frau sich mit Wonne einer Folge von Inga Lindström hingeben kann (was bei mir persönlich innerhalb von 5 Minuten Migräne auslöst...)
An die Frauen kann ich nur sagen: Achtet mehr drauf was Euch glücklich macht und lasst die Männer Machos sein. Nehmt den Männer nicht den Stolz, dann haben wir am Ende alle mehr davon.

Ich persönlich habe allerdings nach zahlreichen Versuchen mit emanzipierten deutschen Frauen schon die Konsequenzen gezogen und habe eine Ausländerin geheiratet. Bei Ihr darf ich der Macho sein, der ich bin und sie darf eine Frau mit gelegentlichen Stimmungsschwankungen sein, die sie ist und so kommen wir gut miteinander aus. Der große Unterschied in der Beziehung ist, dass unser Ziel eine Beziehung ist, die uns beiden Ruhe und Kraft gibt, statt eine Beziehung zu führen in der permanent und den Titel "Wer ist der härteste" gekämpft wird.

Ich bin gegen jede Form von geschlechtsbezogenen Quoten, welche ich grundsätzlich für eine Form von sexueller Diskriminierung des jeweils anderen Geschlechts halte.

Ich bin der Meinung, dass Männer aufgrund Ihrer rationalen Denkweise in einer Beziehung bei langfristigen Entscheidungen besser den Hut aufhaben sollten, während Frauen hingegen meiner Meinung nach eine größere Entscheidungskompetenz bei emotionalen Themen haben.

Samstag, 4. Dezember 2010

MLP und Heidelberger Leben = systematischer Anlagebetrug?

MLP hat mir 1999 die Heidelberger Lebensversicherung verkauft. Statt mehrere Verträge bei mehreren Versicherern zu machen ging alles in eine Versicherung.
Seitdem stelle ich fest, dass das Geld meiner Lebensversicherung bei der Heidelberger Leben immer weniger wird. Folgerichtig stellte ich die Zahlung von Beiträgen ein. Was mich dann mal interessierte war wie viel ich ich eigentlich eingezahlt hatte und wie viel davon noch übrig geblieben ist.
Alle nun folgenden Schreiben an die Heidelberger Leben blieben unbeantwortet bis ich die Bundesaufsicht für Finanzen (BAFIN) um Unterstützung bat. Es dauerte jetzt ungefähr ein Jahr und so sieht die Antwort aus:

(2 mal klicken für große Darstellung)

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Von meinen eingezahlten 50.572,41 EUR wurden überhaupt nur 31.852,03 EUR investiert die jetzt nach 11 Jahren noch 29.342,31 EUR Wert sind.

Mit anderen Worten haben sich MLP und Heidelberger Leben mal eben 20.000 EUR bzw. 40% in die eigene Tasche gesteckt und legen die Kundengelder gleichzeitig so an, dass Sie in einem Jahr bis zu 1/3 Ihres Wertes verlieren.

Das ist doch mal ein Lebensversicherer Ihres Vertrauens.

Meine Rendite von 11 Jahren ohne Inflation:

- 41%

Mit Inflation

~ - 60%


Update: Das Thema erreicht die FAZ:

"Analyse ernüchternd

Das Ergebnis ist ernüchternd: Die abgeschlossene Rentenversicherung hat hohe Anlaufkosten, rechnet sich erst vom 90. Lebensjahr an und ist nichts anderes als ein "trockener Sparvertrag", aber als Rentenversicherung uninteressant. Die fondsgebundene Lebensversicherung ist "heller Irrsinn". Abgesichert ist der Todesfall bis zum 100. Geburtstag, das heißt auch dann noch bekäme eine dafür bestimmte Person das Geld. "Das verursacht astronomische Kosten." Rund 15 Prozent, wie Mayer berechnet. 7500 Euro verschwänden im "Glaspalast der Versicherung", 2400 Euro davon habe Daniela schon gezahlt. Die Rürup-Rente hat "grausige Konditionen" und kommt erst mit dem 101. Lebensjahr "in die Nähe der Rentierlichkeit". Immerhin bekommt die daran gekoppelte Berufsunfähigkeitsversicherung gute Noten. Nicht aber die Riester-Rente. Auch die hat "irre Kosten"."

Wie gehen die Finanzberater vor?
Nun, die Berater von vielen Finanzvertrieben wie zum Beispiel MLP sind außerordentlich geschickt im Vertrieb. Außerdem werden hier speziell Hochschulabsolventen in der Prüfung oder kurz nach der Prüfung abgeholt, die weder die Lebenserfahrung noch aktuell das Wissen und die Zeit haben, sich mit diesen komplexen Verträgen auseinanderzusetzen.